Diversität und Anpassungsfähigkeit des Peer Review – zur Metastabilität von Peer-Review-Formaten (DivA)


Wissenschaft ist auf Begutachtungsprozesse angewiesen, in denen die Qualität von wissenschaftlicher Arbeit bewertet wird. Sowohl für Prozesse der Selbststeuerung als auch der Fremdsteuerung von Wissenschaft erfolgt dies meist durch Peer-Review-Verfahren. Obwohl Peer Review als Instrument wissenschaftlicher Qualitätssicherung als etablierter Standard allgegenwärtig ist, ist es seit jeher auch umstritten. Ausgangspunkt des Projektes sind Fragen, nach der Vielfalt und Anpassungsfähigkeit von Peer Review. Welche der gegenwärtigen Herausforderungen an das Wissenschaftssystem lassen sich mit (neuen) Formaten des Peer Review bewältigen? Den Überlastungsdiagnosen wird mit Blick auf Peer Review auf zwei Arten begegnet: Einerseits durch Verfahrensinnovationen, andererseits durch Formalisierung der Verfahren. Eine kritische Analyse der Innovations- und Formalisierungsbemühungen des Evaluationssystems muss daher der Vielfalt der bestehenden Peer-Review-Formate und ihrer Anwendungskontexte Rechnung tragen. Folglich unternimmt das Projekt eine fallübergreifende und vergleichende Analyse. Im Zentrum steht dabei, wie die Peer Review Formate durch ihre Verfahrensweisen, Kriterien und Anwendungsfälle dazu beitragen die Qualität, die Legitimation sowie die gesellschaftliche Relevanz und Bedeutsamkeit von Wissenschaft zu begründen. Dies soll anhand von drei Fallstudien geschehen:
- Neues Bewertungsverfahren (AP 01): Lotterien in der Forschungsförderung
- Neues Bewertungskriterium (AP 02): „Societal impact“ im britischen Research Excellence Framework
- Im Wandel begriffener Bewertungsgegenstand (AP 03): Universitätsverbünde in der deutschen und französischen Exzellenzinitiative.
Die Untersuchung zielt darauf ab, vermittels einer vergleichenden Verfahrensanalyse (AP 4) eine Typologie von Peer Review Formaten zu entwickeln, anhand der das Potential der aktuell erprobten Formalisierungsbemühungen und Innovationen im Peer Review zur Sicherstellung guter wissenschaftlicher Praxis eruiert wird.

Wissenschaft ist auf Begutachtungsprozesse angewiesen, in denen die Qualität von wissenschaftlicher Arbeit bewertet wird. Sowohl für Prozesse der Selbststeuerung als auch der Fremdsteuerung von Wissenschaft erfolgt dies meist durch Peer-Review-Verfahren. Obwohl Peer Review als Instrument wissenschaftlicher Qualitätssicherung als etablierter Standard allgegenwärtig ist, ist es seit jeher auch umstritten. Ausgangspunkt des Projektes sind Fragen, nach der Vielfalt und Anpassungsfähigkeit von Peer Review. Welche der gegenwärtigen Herausforderungen an das Wissenschaftssystem lassen sich mit (neuen) Formaten des Peer Review bewältigen? Den Überlastungsdiagnosen wird mit Blick auf Peer Review auf zwei Arten begegnet: Einerseits durch Verfahrensinnovationen, andererseits durch Formalisierung der Verfahren. Eine kritische Analyse der Innovations- und Formalisierungsbemühungen des Evaluationssystems muss daher der Vielfalt der bestehenden Peer-Review-Formate und ihrer Anwendungskontexte Rechnung tragen. Folglich unternimmt das Projekt eine fallübergreifende und vergleichende Analyse. Im Zentrum steht dabei, wie die Peer Review Formate durch ihre Verfahrensweisen, Kriterien und Anwendungsfälle dazu beitragen die Qualität, die Legitimation sowie die gesellschaftliche Relevanz und Bedeutsamkeit von Wissenschaft zu begründen. Dies soll anhand von drei Fallstudien geschehen:
- Neues Bewertungsverfahren (AP 01): Lotterien in der Forschungsförderung
- Neues Bewertungskriterium (AP 02): „Societal impact“ im britischen Research Excellence Framework
- Im Wandel begriffener Bewertungsgegenstand (AP 03): Universitätsverbünde in der deutschen und französischen Exzellenzinitiative.
Die Untersuchung zielt darauf ab, vermittels einer vergleichenden Verfahrensanalyse (AP 4) eine Typologie von Peer Review Formaten zu entwickeln, anhand der das Potential der aktuell erprobten Formalisierungsbemühungen und Innovationen im Peer Review zur Sicherstellung guter wissenschaftlicher Praxis eruiert wird.

Projektleitung
Reinhart, Martin Prof. Dr. (Details) (IZ für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (Merton Zentrum))
Schendzielorz, Cornelia Dr. (Details) (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft)

Laufzeit
Projektstart: 11/2020
Projektende: 10/2023

Forschungsbereiche
Empirische Sozialforschung, Geistes- und Sozialwissenschaften

Forschungsfelder
Wissenschaftsforschung

Zuletzt aktualisiert 2022-07-09 um 17:09