SFB 1349/1: Fluorspezifische Wechselwirkungen: Grundlagen und Anwendungen


Gegenstand der SFB Initiative ist es, die komplexen Interaktionen zu verstehen und zu steuern, die von fluorierten Baueinheiten in chemischen Systemen ausgehen können und als Fluor-Spezifische Wechselwirkungen bezeichnet werden. Dies beinhaltet Wechselwirkungen in H—F Brücken und Netzwerken, zu fluorierten Lewis-Säuren sowie die Wechselwirkung zwischen (per-)fluorierten Alkylgruppen, die wir als fluorige Systeme bezeichnen. Dabei unterscheiden sich die Wechselwirkungen auf molekularer Ebene signifikant von denen im Kollektiv, aufgrund sich gegenseitig beeinflussender, nichtadditiver Effekte an Oberflächen oder in flüssigen Phasen. Deshalb reicht die Größenhierarchie der untersuchten Systeme vom Einzelmolekül über verschiedene Ensembles in kondensierter Phase bis hin zu Grenzflächen. Die Einflüsse der untersuchten Wechselwirkungen auf eine breite Palette physikochemischer Eigenschaften und chemischer Reaktivitäten stehen im Fokus des SFB. Dies beinhaltet Eigenschaften unterschiedlicher funktioneller Materialien, von katalytischen Prozessen bis hin zu biochemischen und pharmakologischen Auswirkungen Fluor-Spezifischer Wechselwirkungen. Dazu wird komplementär und synergistisch die große Expertise der beteiligten Arbeitsgruppen in Synthese/Biosynthese, Analytik/Spektroskopie und Theorie/Modellierung verknüpft, um das Verständnis Fluor-Spezifischer Wechselwirkungen, ihres konzeptuellen Unterbaus und ihrer zahlreichen Konsequenzen systematisch auszubauen.


Projektleitung
Braun, Thomas Prof. Dr. (Details) (Anorganische Chemie)

Laufzeit
Projektstart: 01/2019
Projektende: 12/2022

Zuletzt aktualisiert 2021-21-07 um 12:30