SFB 1412/1: Die Entstehung und Veränderung von Registern im Germanischen (TP B04)


Das Projekt erforscht die Entstehung und den Wandel von Registern in den jeweils frühesten Sprachstufen zweier germanischer Sprachen, Althochdeutsch und Altschwedisch. In der ersten Projektphase liegt der Fokus auf zwei individuellen Autoren, von denen jeweils ein breites Spektrum der Textproduktion überliefert ist: für das Althochdeutsche Notker III. von St. Gallen und für das Altschwedische die Heilige Birgitta von Schweden. In den vielfältigen Quellen, die von diesen Autoren überliefert sind, sowie im zeitlichen Versatz zwischen Althochdeutschem und Altschwedischem kann die Entstehung der neuen volkssprachlichen, geschriebenen Register zweifach, aber unter leicht veränderten Rahmenbedingungen beobachtet werden. Drei Forschungsfragen werden dabei behandelt: (i) Auf welche Weise etablieren sich neue Register in der Geschichte des Deutschen und des Schwedischen? (ii) Wie verändern sich diese Register im Laufe der Sprachgeschichte, v. a. wie konvergieren oder divergieren sie? (iii) In welcher Beziehung stehen Entstehung und Wandel von Registern zum medialen Wandel von oraler Tradition zu lateinischer Schriftlichkeit, inwieweit sind sie abhängig oder unabhängig von lateinischen Vorlagen?


Projektleitung
Norde, Muriel Prof. Dr. (Details) (Skandinavistische Linguistik)
Donhauser, Karin Prof. Dr. phil. (Details) (Geschichte der deutschen Sprache / Diachronie / Sprachwandel)
Zeige, Lars Dr. (Details) (weitere Mitarbeiter(innen))

Laufzeit
Projektstart: 01/2020
Projektende: 12/2023

Forschungsbereiche
Einzelsprachwissenschaften, Historische Linguistik

Zuletzt aktualisiert 2021-22-07 um 16:47