Jenseits der Metropolen: Wandel lokalpolitischer Kulturen in einer Polarisierten Gesellschaft


Eine Untersuchung lokaler rechtspopulistischer Formierungen im Zuge von Kommunalwahlen in Brandenburg und Baden-Württemberg

Das Erstarken der (Neuen) Rechten hat in den letzten Jahren reges forschungsseitiges Interesse ausgelöst und tiefgreifende Fragen zur politischen Praxis aufgeworfen. Nachdem rechtspopulistische Positionen zunächst ganz überwiegend in bundespolitischen Debatten um Grenz-, Außen- und Währungspolitik zu vernehmen waren, konstatieren Analysen nun, dass Rechtspopulist*innen sich zusehends auf die Suche nach einem kommunalpolitischen Profil begeben.
Zu den lokalen Formationen von Rechtspopulist*innen sowie ihren räumlichen Einbettungen liegt in Deutschland erst bruchstückhaftes Wissen vor. Auch Strategien und Handlungsansätze, derer sich kommunale Akteure bedienen können, um den neuen Diskursformationen auf lokaler Ebene zu begegnen, existieren bislang bestenfalls in Ansätzen.
Das Forschungsprojekt widmet sich der Aufgabe, Mechanismen rechtspopulistischer Vereinnahmung in der Kommunalpolitik, entlang der Themenfelder Infrastruktur, Verkehr, Wohnen und Energie in den Untersuchungsräumen herauszuarbeiten. Zudem soll erprobt werden, ob und auf welche Weise sich ein Einfluss rechtspopulistischer diskursiver Intervention auf lokale Politikkultur nachzeichnen lässt.

Projektleitung
Nuissl, Henning Prof. Dr. (Details) (Angewandte Geographie (Stadt- und Regionalplanung))
Domann, Valentin M.A. (Humboldt-Universität zu Berlin)

Laufzeit
Projektstart: 05/2019
Projektende: 10/2019

Forschungsfelder
Policy Analysis

Zuletzt aktualisiert 2021-03-06 um 16:01