Effekte von Lebenszeit- und Faktenwissen im Sprachverstehen


Das Vorhaben untersucht Effekte von Wissen zu Lebenszeit und Faktenwissen während des Sprachverstehens. Vier Experimente (2 Eye-tracking Experimente, 2 Experimente mit Hirnstrommessungen) untersuchen wie derartiges Wissen - vermittelt durch die Bildpräsentation einer Sprecherin - sich auf das Verstehen eines darauffolgenden (geschriebenen oder gesprochenen) Satzes auswirkt. Derartige Effekte sind kaum untersucht und als Untersuchungsgegenstand von Interesse, da Wissen über die Lebenszeit eines Sprechers (lebt dieser noch?) und dessen Errungenschaften (z.B. in welchem Film jemand mitgespielt hat) möglicherweise weniger homogen ist als stereotypes Weltwissens (z.B., dass Polizistinnen üblicherweise Verbrecher verhaften und nicht umgekehrt). Wir wissen, dass stereotypes Weltwissen rasch und robust auf Sprachverstehen einwirkt. Aber wie rasch wirkt sich Wissen über den Lebenszeit-Status und die Errungenschaften eine Sprecherin auf das Sprachverstehen aus? Sind derartige Effekte auch unmittelbar zu beobachten, oder vielmehr Teil späterer Verarbeitung?


Projektleitung
Knoeferle, Pia Prof. Dr. (Details) (Sprachwissenschaft des Deutschen: Psycholinguistik)

Laufzeit
Projektstart: 12/2019
Projektende: 11/2022

Zuletzt aktualisiert 2021-18-06 um 14:04