Forschungsprioritäten aus der Sicht von Menschen mit Autismus


Die Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) ist ein Zusammenschluss von Menschen mit Autismus und Wissenschaftler*innen und erforscht aus der Perspektive autistischer Menschen für sie relevante Fragen. Menschen mit Autismus und Asperger Syndrom entscheiden im Rahmen der AFK selbst, welche Forschungsfragen es wert sind, gestellt zu werden. Überdies sind sie aktiv in die Planung, Durchführung und Auswertung von Forschungsprojekten involviert.

Ziel der AFK ist es, mittels des geplanten "ASC-Topics" (Autism Spectrum Community – Topic Priorities for the Content of Science") Projektes eine wissenschaftliche Erhebung der von Autisten und den Personen ihres unterstützenden Umfelds als unmittelbar relevant eingestuften Forschungsinhalte im deutschsprachigen DACH-Raum durchzuführen. Auf diesem Weg soll erstmalig im deutschsprachigen Raum eine an der Verbesserung der Lebensbedingungen orientierte Priorisierung der von der Wissenschaft zu bearbeitenden Inhalte gewonnen werden. Auf dieser Grundlage können die aktuellen Forschungsbemühungen sowie die derzeitige Praxis der Forschungsförderung auf ihre Relevanz für die Betroffenen hin evaluiert werden, und in Fall von Diskrepanzen, Argumente für Politik und Entscheider gewonnen werden, bei der Zuteilung von Forschungsgeldern eine mindestens gleichrangige Berücksichtigung von Fragestellungen, die die Lebensqualität heutiger Autisten betreffen, vorzunehmen.

Projektleitung
Dziobek-Ferber, Isabel Prof. Dr. (Details) (Klinische Psychologie Sozialer Interaktion)
Kirchner, Jennifer Christina Dr. (Details) (Klinische Psychologie Sozialer Interaktion)

Beteiligte Organisationseinheiten der HU

Laufzeit
Projektstart: 05/2019
Projektende: 12/2021

Forschungsbereiche
Psychologie

Zuletzt aktualisiert 2021-04-01 um 17:50