Heterogenität in Fairness-Präferenzen und Erwartungen


Das Forschungsprojekt untersucht die Heterogenität von Präferenzen und Erwartungen, jeweils mit Bezug auf wirtschaftliche Outcomes. Die im Projekt vorgesehenen Forschungsarbeiten berücksichtigen insb. die Abweichungen vom ökonomischen Standardmodell (homo oeconomicus) in zweierlei Hinsicht: zum einem die Rationalität von Erwartungen und die zugehörige Beste-Antwort-Annahme; zum anderen die Annahme, dass die Zielsetzung des Wirtschaftsagenten vom eigenen Konsum bestimmt wird. Zwar stellt das Standardmodell oft eine nützliche Vereinfachung dar und dient dadurch als wertvolles Benchmark-Modell; es wurde aber inzwischen vielfach festgestellt, dass diese Vereinfachung in wesentlichen Teilen nicht mit experimentellen und empirischen Daten im Einklang steht. Das Gebiet der Verhaltensökonomie zielt vor diesem Hintergrund darauf ab, Vorhersagen ökonomischer Modelle realistischer zu machen, insbesondere durch die Einführung und Analyse von Abweichungen vom ökonomischen Standardmodell und durch die Berücksichtigung von Erwartungs-Verzerrungen. Auch die Annahme, dass jede/r Handelnde in gleicher Form und gleichem Umfang vom Standardmodell abweicht, widerspricht sehr offensichtlich den Datenmustern in Labor- und Feldempirie. So wäre es zum Beispiel völlig unrealistisch anzunehmen, dass alle handelnden Personen in einer Volkswirtschaft altruistisch sind, oder dass sie alle in gleichem Maße eigennützig bzw. altruistisch sind. Realistischere Vorhersagen können daher nur dadurch erzielt werden, dass die Heterogenität in Präferenzen und Erwartungen berücksichtigt werden.
In dem Forschungsprojekt verbinden Bertil Tungodden und andere Forscher/innen die bisherigen Befunde zu diversen Fairness-Standards mit anderen Dimensionen von Abweichungen vom Standardmodell. Mehrere Studien werden sich auf Einkommens- und Vermögensverteilung, bzw. ihre Wahrnehmung, beziehen. In der Verbindung von Umfragedaten mit strukturellen Vorhersagemodellen kann die Rolle der o.g. Heterogenitäten systematisch gemessen werden. Die Arbeiten schließen dadurch auch eng an die Vorarbeiten des SFB TRR 190 (insb. Teilprojekte A01 und A02) an. Auch wird die Einstein Visiting Fellowship eine zusätzliche Verbindung zwischen den Forschern/innen von Berlins VWL-Community und dem FAIR Forschungszentrum in Bergen bilden.

Das Forschungsprojekt untersucht die Heterogenität von Präferenzen und Erwartungen, jeweils mit Bezug auf wirtschaftliche Outcomes. Die im Projekt vorgesehenen Forschungsarbeiten berücksichtigen insb. die Abweichungen vom ökonomischen Standardmodell (homo oeconomicus) in zweierlei Hinsicht: zum einem die Rationalität von Erwartungen und die zugehörige Beste-Antwort-Annahme; zum anderen die Annahme, dass die Zielsetzung des Wirtschaftsagenten vom eigenen Konsum bestimmt wird. Zwar stellt das Standardmodell oft eine nützliche Vereinfachung dar und dient dadurch als wertvolles Benchmark-Modell; es wurde aber inzwischen vielfach festgestellt, dass diese Vereinfachung in wesentlichen Teilen nicht mit experimentellen und empirischen Daten im Einklang steht. Das Gebiet der Verhaltensökonomie zielt vor diesem Hintergrund darauf ab, Vorhersagen ökonomischer Modelle realistischer zu machen, insbesondere durch die Einführung und Analyse von Abweichungen vom ökonomischen Standardmodell und durch die Berücksichtigung von Erwartungs-Verzerrungen. Auch die Annahme, dass jede/r Handelnde in gleicher Form und gleichem Umfang vom Standardmodell abweicht, widerspricht sehr offensichtlich den Datenmustern in Labor- und Feldempirie. So wäre es zum Beispiel völlig unrealistisch anzunehmen, dass alle handelnden Personen in einer Volkswirtschaft altruistisch sind, oder dass sie alle in gleichem Maße eigennützig bzw. altruistisch sind. Realistischere Vorhersagen können daher nur dadurch erzielt werden, dass die Heterogenität in Präferenzen und Erwartungen berücksichtigt werden.
In dem Forschungsprojekt verbinden Bertil Tungodden und andere Forscher/innen die bisherigen Befunde zu diversen Fairness-Standards mit anderen Dimensionen von Abweichungen vom Standardmodell. Mehrere Studien werden sich auf Einkommens- und Vermögensverteilung, bzw. ihre Wahrnehmung, beziehen. In der Verbindung von Umfragedaten mit strukturellen Vorhersagemodellen kann die Rolle der o.g. Heterogenitäten systematisch gemessen werden. Die Arbeiten schließen dadurch auch eng an die Vorarbeiten des SFB TRR 190 (insb. Teilprojekte A01 und A02) an. Auch wird die Einstein Visiting Fellowship eine zusätzliche Verbindung zwischen den Forschern/innen von Berlins VWL-Community und dem FAIR Forschungszentrum in Bergen bilden.

Sprecher/in
Weizsäcker, Georg Prof. Ph.D. (Details) (Mikroökonomische Theorie und Ihre Anwendungen)

Laufzeit
Projektstart: 07/2019
Projektende: 06/2022

Zuletzt aktualisiert 2021-16-12 um 19:45