ReWiKs: Sexuelle Selbstbestimmung und Behinderung - Reflexion, Wissen, Können als Bausteine für Veränderungen


Die inhaltlichen Erkenntnisse aus der ersten Förderphase des durch die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geförderten
Forschungsprojektes "ReWiKs" sowie die umfangreichen Materialien für
Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen in Wohnangeboten der
Eingliederungshilfe zum Themenkomplex der sexuellen Selbstbestimmung
bilden die Grundlage für die Weiterführung des Projektes in der zweiten
Förderphase. Ziel ist es nun, die gewonnenen Erkenntnisse bundesweit zu
verbreiten, zu deren nachhaltiger Implementierung bei möglichst großen
bzw. möglichst unterschiedlichen Trägern beizutragen sowie die
verschiedenen Projektmaterialen auszudifferenzieren und zu pflegen.

Hierbei sieht sich das Projekt in konsequenter Weise dem Rechtsanspruch
der UN-Konvention verpflichtet, die gleichberechtigte Teilhabe von
Menschen mit Behinderung an allen gesellschaftlichen Bereichen zu
forcieren und umzusetzen. Die Lebensbereiche Sexualität, Liebe,
Partnerschaft und Familie stellen hierbei zentrale Themen eines jeden
Menschen dar, die unabhängig von seiner Wohnform und/oder seiner
individuellen physischen oder kognitiven Ausgangslage bedeutsam sind.
Forschungsergebnisse zu diesen Themenbereichen zeigen, dass hier ein
hoher Weiterentwicklungsbedarf in der Stärkung der sexuellen
Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung, der fachlichen
(Weiter-)Qualifizierung der sie begleitenden und assistierenden
Fachkräfte sowie der thematischen Organisationsentwicklung in
stationären und ambulanten Wohnformen der Eingliederungshilfe zu
konstatieren ist.

Projektleitung
Jennessen, Sven Prof. Dr. (Details) (Körperbehindertenpädagogik)

Beteiligte Organisationseinheiten der HU

Laufzeit
Projektstart: 06/2019
Projektende: 05/2022

Zuletzt aktualisiert 2021-04-01 um 17:49