Plusbaum-Selektion und klonidentische Vermehrung von neuen Juglans-Hybriden


Der Anbau von Juglans-Arten gehört zu einer waldbaulichen Nische der Forstwirtschaft, deren Bedeutung,
insbesondere als Alternativ-Baumart und aus ökonomischen Gesichtspunkten, beständig zunimmt. Das
flächige Absterben der Esche (Fraxinus excelsior) durch das Eschentriebsterben (Hymenoscyphus
pseudoalbidus) bedingt die Suche nach Baumarten, die für den Anbau auf den speziellen Eschen-
Standorten geeignet sind. Eine Option für die nachhaltige Sicherung der Waldfunktion auf diesen
Standorten bieten hier Juglans-Arten und ihre Hybriden. Durch die international eingetretene Verknappung
von Nussbaumholz und der damit verbundenen steigenden Nachfrage ist die Perspektive dieses
Forschungsvorhabens für die Stärkung der Forstwirtschaft bedeutend. Nicht zuletzt wegen der hohen
Trockenmasseproduktion der Hybriden und der guten Stockausschlagfähigkeit wäre auch der Aspekt der
Biomasseproduktion für die Energieholzgewinnung aussichtsreich. Die Standortansprüche der neuen
Nusshybriden scheinen überdies deutlich anspruchsloser zu sein, als jene von Walnuss (Juglans regia) und
Schwarznuss (J. nigra), die Spitzenstandorte beanspruchen. Die neuen Nusshybriden stellen aus dieser
Sicht auch eine waldbauliche Alternative für Standorte dar, die klassischerweise durch den trockenen
Fraxinus-excelsior(Esche)-Typ besetzt werden. Der Kreuzungspartner J. mandshurica lässt zusätzlich eine
erheblich verbesserte Winterhärte erwarten.
Die Grundlage der angestrebten Selektion bilden Hybriden von Juglans intermedia ✕ Juglans mandshurica,
die vor ca. 25 Jahren durch Zufallsbestäubung in Südbaden entstanden.

Projektleitung
Ulrichs, Christian Prof. Dr. rer. nat.; Dr. rer. agr. (Details) (Urbane Ökophysiologie)
Zander, Matthias (Details) (Urbane Ökophysiologie)

Laufzeit
Projektstart: 03/2019
Projektende: 02/2022

Forschungsbereiche
Agrar-, Forstwissenschaften und Tiermedizin

Forschungsfelder
Gartenbau

Zuletzt aktualisiert 2021-04-01 um 17:49