Verbundprojekt: Entwicklung einer Roboterplattform zur Unterstützung neuer Interaktionsstrategien bei Kindern mit eingeschränkten sozio-emotionalen Fähigkeiten - ERIK -; Teilvorhaben: Therapiekonzepte, Usability und frühe Machbarkeitsstudie


Das Verstehen und Ausdrücken von sozio-emotionalen Signalen, wie z. B. Gesichtsausdruck und Stimmenmodulation, ist bei Kindern mit Autismus beeinträchtigt. Während menschliche Interaktionspartner für sie schwer einzuschätzen sind, nehmen diese Kinder Roboter als vorhersehbarer und weniger komplex wahr. Häufig sind sie zudem technisch interessiert und aufgeschlossen.
Zur Entwicklung der sozio-emotionalen Kommunikationsfähigkeiten autistischer Kinder wird im Projekt ERIK eine neue Therapieform mit Hilfe eines robotischen Systems entwickelt und erprobt. Der Roboter „Pepper“ erfasst in der Interaktion mit dem Kind die Mimik und Sprache. Durch das Spielen mit dem Roboter-Ball „Leka“ kann zusätzlich über Elektroden der Puls ermittelt werden. „Pepper“ interpretiert diese Signale und leitet in Echtzeit Emotionen ab. Kombiniert mit der Therapie-App „Zirkus Empathico“ können alltagsrelevante emotionale und soziale Fähigkeiten trainiert werden. Durch das Erkennen von Interesse, Frustration und Langweile des Kindes können die Therapieszenarien individuell angepasst werden. Mittels Gesten und Augenbewegungen kann „Pepper“ lebensnah mit Kindern interagieren, wobei Ängste im Umgang mit Menschen reduziert werden können.

Projektleitung
Dziobek-Ferber, Isabel Prof. Dr. rer. nat. (Details) (Social Cognition)

Laufzeit
Projektstart: 08/2018
Projektende: 08/2021

Zuletzt aktualisiert 2021-15-01 um 18:21