SPP 1173/2: Die Zungen Europas. Sakralität, Weltdeutung und Vielfalt der Sprachen im mediterranen Mittelalter


Das Projekt fragt nach Funktion und Bedeutung sprachlicher Phänomene (Reflexion und Praxis) für Formen kultureller Integration und Desintegration/Partikularisation in Europa und die Konstitution seiner Peripherien. Sein primäres Untersuchungsfeld sind Nordeuropa und der Ostseeraum sowie der Nordwestrand des Mittelmeers unter Bezug auf das grammatische Schrifttum Lateineuropas im Hochmittelalter; vergleichend werden die atlantischen Inseln im Frühmittelalter sowie Syrien herangezogen. Seine Gegenstände sind die theologische Sinngebung sprachlicher Zustände, die linguistische Figurierung von Welterklärung sowie – in einem zweiten Abschnitt – die korrespondierenden sozialen Praktiken, die an wohlgewählten, für die Gesamtheit signifikanten Fällen untersucht werden sollen. Im hier beantragten Zeitraum soll in vergleichender Perspektive ein Teilaspekt dieses zweiten Abschnitts, nämlich die linguistische Konstitution von Herrschaft in plurikulturalen Kontaktzonen, anhand volkssprachlicher Königschroniken des Hochmittelalters behandelt werden.


Projektleitung
Borgolte, Michael Prof. Dr. phil. (Details) (Mittelalterliche Geschichte I)

Laufzeit
Projektstart: 07/2008
Projektende: 03/2009

Forschungsbereiche
Mittelalterliche Geschichte

Zuletzt aktualisiert 2021-30-08 um 14:39