Subsurface Structure of Oblique Impact Craters II


Kollisionen von Asteroiden mit planetaren Oberflächen finden i.d.R. schiefwinklig statt, wobei der mittlere Einschlagswinkel bei 45° liegt. Der Einschlagsvektor kann über die Verteilung der Auswurfmassen ermittelt werden. Auf der Erde sind Auswurfsdecken jedoch sehr selten und wenn, nur reliktisch erhalten; allerdings ist durch die Erosion oft der Krateruntergrund freigelegt. Die Arbeitshypothese dieses Projektes besteht darin, dass die Struktur des Krateruntergrundes durch Impulsübertragung vom Projektil auf das Targetgestein direkte Auskunft über den Einschlagsvektor geben kann. Das Ziel ist es, den Impaktvektor aus der Struktur des Krateruntergrundes zu ermitteln und das Strukturinventar schiefwinkliger Impakte abzuleiten. Zu diesem Zwecke werden verschiedene Krater (Wolfe Creek, WA, Australien, Meteor Crater, AZ, USA, Matt Wilson, NT, Australien, Spider, WA, Australien) untersucht, von denen vermutet wird, dass sie durch einen Schrägimpakt entstanden sind. Durch eine detaillierte Strukturanalyse des Krateruntergrundes sollen Abweichungen von der Radialsymmetrie unter Einbeziehung der Schock- und Gesteinsbeanspruchung in den verschiedenen Sektoren des Kraters ermittelt werden. Eine kinematische Untersuchung dient der Ableitung von Partikelpfaden im Krateruntergrund, die für die Rekonstruktion des Impaktvektors wichtig sind. Die Analyse wird mit einer numerischen Modellierung der Krateruntergrundbewegungen von schiefwinkligen Impaktprozessen gekoppelt sein.


Projektleitung
Kenkmann, Thomas-Bernd Dr. (Details) (Mineralogie)

Laufzeit
Projektstart: 06/2008
Projektende: 05/2009

Zuletzt aktualisiert 2020-09-03 um 17:13