Demografisches Risiko und dessen Einfluss auf die wertorientierte Steuerung und das Asset-Liability-Management in Lebensversicherungsunternehmen


Als demografisches Risiko bezeichnet die Literatur die Gefahr, dass sich künftige Sterblichkeitsgesetzmäßigkeiten anders als prognostiziert entwickeln. Trotz der offensichtlichen hohen Relevanz für die Lebensversicherungsbranche hat das demografische Risiko in der Forschung bisher wenig Beachtung gefunden. Das vorliegende Projekt will auf Basis empirischer Daten die optimale Mischung unterschiedlicher Instrumente des Managements demografischer Risiken in einem Modell der wertorientierten Steuerung eines Lebensversicherungsunternehmens bestimmen. Als Instrumente kommen hierbei die Eigenkapitalausstattung, die Kapitalanlagestruktur, die Produktpolitik z.B. über die Möglichkeit eines "natürlichen Hedging" zwischen Lebens- und Rentenversicherung, die Rückversicherung sowie neue Möglichkeiten der Verbriefung demografischer Risiken über "Insurance Linked Securities" in Frage. Die optimale Unternehmenspolitik ist aus Eigentümer- sowie Unternehmensgesamtsicht unter Berücksichtigung der Versicherungsnehmerreaktion auf die Risikolage des Versicherungsunternehmens zu bestimmen. Weiterhin sollen sich in diesem Zusammenhang ergebende Implikationen für die Gestaltung aufsichtsrechtlicher Solvabilitätsregelungen aufgezeigt werden.


Projektleitung
Gründl, Helmut Prof. Dr. (Details) (Betriebswirtschaftslehre (Finance))

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 06/2007
Projektende: 09/2009

Zuletzt aktualisiert 2022-07-09 um 21:07