Modifizierung der AOP-Genexpression in Arabidopsis thaliana - Auswirkungen auf das Glucosinolatprofil und die Insektenresistenz (I)


Das Glucosinolat(GS)-/-Myrosinaseabwehrsystem ist charakteristisch für die Familie der Brassicaceae, wozu sowohl bedeutende Kulturpflanzen als auch die Modellpflanze Arabidopsis thaliana (L.) zählen. Die GS werden je nach Seitenkettenrest in Indolyl-, aliphatische und aromatische GS unterteilt. Im Gegensatz zu den Indolyl-GS, die weit verbreitet sind in den Brassicaceae, variiert das aliphatische GS-Profil erheblich. Diese Variabilität ist in A. thaliana nur auf einen kleinen Satz polymorpher Loci (GS-AOP und GS-ELONG) zurückzuführen. Bis dato wurde der aliphatischen GS-Variabilität und der ökologischen Signifikanz für die Insektenresistenz wenig Beachtung geschenkt. Voruntersuchungen indizierten, dass die Variabilität innerhalb der AOP-Gene in A. thaliana-Ökotypen sich auf die Wirtpflanzenresistenz auswirkt. Mit weiterführenden Studien an A. thaliana soll der Einfluss der AOP-Gene auf die Seitenkettenmodifizierung und die Auswirkungen auf die Insektenresistenz detailliert belegt werden. Hierfür erfolgen gezielte Kreuzungen von Ökotypen bzw. wird mit genetisch modulierten AOP-Linien gearbeitet. Vergleichend wird die Resistenz von Pflanzen mit Methylsulfinyl- versus Hydroxypropyl- bzw. Allyl-GS gegenüber den Schädlingen Pieris brassicae L. und Spodoptera exigua Hübner untersucht.


Projektleitung
Ulrichs, Christian Prof. Dr. rer. nat.; Dr. rer. agr. (Details) (Urbaner Gartenbau)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 02/2007
Projektende: 01/2009

Zuletzt aktualisiert 2022-07-09 um 21:07