Die Reaktion der Versicherungsnehmer auf die Risikolage von Versicherungsunternehmen


Die Zahlungsbereitschaft von Versicherungsnehmern und in der Konsequenz die Prämieneinnahmen und der Gewinn von Versicherungsunternehmen hängen - so zeigen theoretische Modelle und einige wenige empirische Untersuchungen - nicht zuletzt von der Risikopolitik des Versicherers ab. Es erscheint daher naheliegend, die Versicherungsnehmerreaktionen in einem normativen Entscheidungsmodell einer optimalen Unternehmenspolitik mit einzubeziehen. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es jedoch nur wenige Ansätze, die diesen Zusammenhang berücksichtigen. Ziel des vorliegenden Projekts ist es daher, anhand verschiedener Experimente die Abhängigkeit der Zahlungsbereitschaft der Versicherungsnehmer vom Umfang des zu versichernden Risikos und der Höhe des Ausfallrisikos ihrer Leistungsansprüche zu untersuchen. Dabei sollen auch die Wirkungsinterdependenzen zwischen Schadenrisiko und Insolvenzrisiko sowohl bei bekannter Wahrscheinlichkeitsverteilung als auch bei nicht exakt bekannter Wahrscheinlichkeitsverteilung herausgearbeitet werden.


Projektleitung
Schade, Christian D. Prof. Dr. (Details) (Entrepreneurial and Behavioral Decision Making)

Laufzeit
Projektstart: 05/2005
Projektende: 04/2008

Publikationen
Zimmer, A., C. Schade, H. Gründl (2007): "Is Default Risk Acceptable When Purchasing Insurance? Experimental Evidence", working paper, Humboldt-Universitiät zu Berlin, June 2007, 39 p.

Zuletzt aktualisiert 2020-09-03 um 23:09