Herstellung von künstlichem Saat-/Pflanzgut für extreme Standorte am Modellbeispiel Salix


Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines technologischen Verfahrens zur Herstellung von künstlichem Saat-/Pflanzgut, das an extreme Standortbedingungen angepasst ist. Als Modellpflanze wird die, in den Hochalpen gebietsheimisch vorkommende, Weide ausgewählt, weil sie durch ihr weit verzweigtes Wurzelsystem in der Lage ist, an Extremstandorten den Boden schnell zu durchwurzeln und damit einen effektiven Erosionsschutz auszubilden. Geeignete Arten/Hybriden sollen selektiert und in vitro etabliert werden. Die In-vitro-Vermehrung ermöglicht eine Bereitstellung von ausreichend Pflanzenmaterial (vegetative Pflanzenteile, somatische Embryonen durch Embryogenese) für die Erzeugung des künstlichen Saat-/Pflanzgutes. Die ausgewählten Explantate müssen verkapselt werden, damit sie geschützt sind. Die Auswahl des Verkapselungsmaterials und die Zusammensetzung der Kapsel (künstliches Endosperm und Samenhülle) sollen auf die Explantatform (somatische Embryonen, natürliche Embryonen) abgestimmt und optimiert werden. Verschiedene Formulierungen des künstlich erzeugten Saat-/Pflanzgutes sollen unter simulierten Freilandbedingungen in Klimakammern bezüglich der Keimfähigkeit getestet werden.


Projektleitung
Zander, Matthias Dr. agr. (Details) (Vermehrungstechnologie und Baumschulwesen)

Laufzeit
Projektstart: 11/2004
Projektende: 10/2007

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:46