Ergebnisse der Transformationsforschung zum Wandel von Bildungssystemen in Übergangsgesellschaften


Die Analyse von Wandlungsprozessen in unterschiedlichen Bereichen gesellschaftlicher Entwicklung ist in den letzten 10 Jahren für eine Reihe von Nationalstaaten verstärkt unter der Perspektive des Systemwechsels vollzogen worden. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei die Suche nach (i) den Bedingungsfaktoren des Systemwechsels, (ii) den Verlaufsstrukturen und (iii) den möglichen alternativen Entwicklungsfaden mit unterschiedlich konzipierten Ankunfts-Gesellschaften . Soweit es sich um Systemwechsel in Mittel- und Osteuropa wie auch in den Staaten Zentralasiens handelte, stand die sich international entwickelnde Transformationsforschung von Anfang an im Zeichen angelsächsischer Theoriedominanz. Ein wichtiges Ergebnis dieser Entwicklung war die Verengung des Blickes auf die wahrscheinliche oder erhoffte Etablierung von Demokratien westlicher Prägung, parallel zum Aufbau marktgesteuerter Wirtschafts- und Sozialsysteme. Das Projekt geht der Frage nach, inwieweit die internationale Transitions- und Transformationsforschung zu Ergebnissen führt, die für die erziehungswissenschaftliche Perspektivenbildung anschlussfähig erscheinen und die bisherigen Forschungsdesigns bereichern können. Denn wie immer man die Ergebnisse der Transformationsforschung im Detail bewerten mag, es ist nicht zu übersehen, dass die mit dem Systemwechsel initiierten Veränderungen im Bildungsbereich kaum zum Gegenstand der internationalen Transformationsforschung wurden. Im Vordergrund standen vielmehr Untersuchungen zum politischen, wirtschaftlichen sowie sozialpolitischen Strukturwandel und, speziell in der Folge der Wiedervereinigung, zu sich verändernden Einstellungen und Orientierungen, Mentalitäten und Verhaltensweisen in Teilen der Bevölkerung in den neuen Bundesländern. Wenn bildungstheoretische und bildungspolitische Perspektiven in den Blick rückten, dann vor allem im Rahmen der deutschen Transformationsforschung oder auf der Ebene internationaler Globalisierungsforschung, die nationalstaatliche Transformationen als Sonderfall des Systemwandels begreift und im Sinne einer meta-theoretischen Betrachtung aufnimmt. Das Projekt konzentriert sich auf asiatische Kulturräume.
Die Analyse von Wandlungsprozessen in unterschiedlichen Bereichen gesellschaftlicher Entwicklung ist in den letzten 10 Jahren für eine Reihe von Nationalstaaten verstärkt unter der Perspektive des Systemwechsels vollzogen worden. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei die Suche nach (i) den Bedingungsfaktoren des Systemwechsels, (ii) den Verlaufsstrukturen und (iii) den möglichen alternativen Entwicklungsfaden mit unterschiedlich konzipierten Ankunfts-Gesellschaften . Soweit es sich um Systemwechsel in Mittel- und Osteuropa wie auch in den Staaten Zentralasiens handelte, stand die sich international entwickelnde Transformationsforschung von Anfang an im Zeichen angelsächsischer Theoriedominanz. Ein wichtiges Ergebnis dieser Entwicklung war die Verengung des Blickes auf die wahrscheinliche oder erhoffte Etablierung von Demokratien westlicher Prägung, parallel zum Aufbau marktgesteuerter Wirtschafts- und Sozialsysteme. Das Projekt geht der Frage nach, inwieweit die internationale Transitions- und Transformationsforschung zu Ergebnissen führt, die für die erziehungswissenschaftliche Perspektivenbildung anschlussfähig erscheinen und die bisherigen Forschungsdesigns bereichern können. Denn wie immer man die Ergebnisse der Transformationsforschung im Detail bewerten mag, es ist nicht zu übersehen, dass die mit dem Systemwechsel initiierten Veränderungen im Bildungsbereich kaum zum Gegenstand der internationalen Transformationsforschung wurden. Im Vordergrund standen vielmehr Untersuchungen zum politischen, wirtschaftlichen sowie sozialpolitischen Strukturwandel und, speziell in der Folge der Wiedervereinigung, zu sich verändernden Einstellungen und Orientierungen, Mentalitäten und Verhaltensweisen in Teilen der Bevölkerung in den neuen Bundesländern. Wenn bildungstheoretische und bildungspolitische Perspektiven in den Blick rückten, dann vor allem im Rahmen der deutschen Transformationsforschung oder auf der Ebene internationaler Globalisierungsforschung, die nationalstaatliche Transformationen als Sonderfall des Systemwandels begreift und im Sinne einer meta-theoretischen Betrachtung aufnimmt. Das Projekt konzentriert sich auf asiatische Kulturräume.


Projektleitung
Henze, Jürgen Prof. Dr. phil. (Details) (Vergleichende Erziehungswissenschaft II)

Laufzeit
Projektstart: 01/1999
Projektende: 12/2004

Publikationen
*Henze, Jürgen. 2003. "Ergebnisse der Transformationsforschung zum Wandel in Bildungssystemen in Übergangsgesellschaften". Tertium Comparationis, 9(1), pp. 67-80. *Nguyen, Ursula. 1996. Bildungs- und Wissenschaftsorganisation Vietnam. (Münster, New York: Waxmann). *Nguyen, Ursula. 1998. Transformationsprozesse im Hochschulsystem der Sozialistischen Republik Vietnam seit Einführung marktwirtschaftlich orientierter Reformen im Jahre 1987 . In Tertium Comparationis, 4(2), pp. 91-108. *Nguyen, Ursula. (1999). Transformationsprozesse und Bildungsakteure im vietnamesischen Hochschulsystem seit 1987. In: Becker B., Rüland J., Werz N. (eds.). Mythos Mittelschichten. Zur Wiederkehr eines Paradigmas der Demokratieforschung. Bonn/Bouvier. *Nguyen, Ursula. (2002). Hochschulbildung in Vietnam. Transformationsprozesse von 1987-1997. (Münster, New York: Waxmann).

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:40