Der Codex Pighianus - Weltbild und Wissensspeicher der Frühen Neuzeit. Ein papierarchäologischer Versuch und eine wissenshermeneutische Studie


Der Codex Pighianus, in Besitz der Staatsbibliothek Berlin (Ms.Lat° 61), verfasst von dem niederländischen Humanisten Stephanus V. Pighius (1520-1604), repräsentiert antiquarisches Wissen der frühen Neuzeit in methodisch richtungsweisender Art. Das Projekt beabsichtigt, die 398 Codex-Seiten mit Zeichnungen und Inschriften antiker Zeugnisse erstmals systematisch aufzunehmen, zu kommentieren, die wissenschaftliche Methodik und Denkweise des Pighius zu erschließen und diese in ihrem wissenschaftsgeschichtlichen wie kulturhistorischen Kontext zu interpretieren. Darüber hinaus wird die Relevanz des Codex für die Entwicklung der Altertumswissenschaften vom 17. bis in das 20. Jh. thematisiert.


Projektleitung
Schade, Kathrin Dr. phil. (Details) (Klassische Archäologie)

Laufzeit
Projektstart: 07/2002
Projektende: 06/2008

Publikationen
K. Schade, Transalpine Netzwerke im 16. Jahrhundert: die wissenschaftliche Sozialisation des niederländischen Altertumsforschers Stephanus Pighius, in: K. Schade - D. Rößler - A. Schäfer (Hrsg.), Zentren und Wirkungsräume der Antikerezeption, Münster 2007

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:40