Prüfung der Identität und Variabilität autochthoner Gehölze aus überregionalen und regionalen Herkünften zur Verwendung in der freien Landschaft


In einen Feldversuch werden die beiden Gehölzarten Prunus spinosa und Cornus sanguinea einbezogen, die als repräsentativ für die Verwendung in der freien Landschaft in Deutschland gelten können. Aus den Ergebnissen empirischer Untersuchungen zu Merkmalen von Wachstum und Entwicklung der Gehölze und populationsgenetischer Untersuchungen mit Hilfe biochemischer und molekularer Marker (Isoenzym-Analysen oder PCR-Tests) soll der Nachweis der Variabilität und Biodiversität zwischen und innerhalb ausgewählter Gebietsherkünfte der beiden Gehölzarten erbracht werden. Aus den zu erwartenden Ergebnissen sind erste Ableitungen zur Verwendung gebietsheimischer Herkünfte bzw. zur Unzweckmäßigkeit der Gebietsgliederung bei der Gehölzverwendung möglich. Damit können die heute offenen Fragen, die mit den häufig gebrauchten Begriffen wie Florenverfälschung/Veränderung bestehender Ökosysteme und genotypspezifische Anpassung von Gehölzen an vorherrschende Standortbedingungen und ähnlichem beantwortet werden. Eine wissenschaftlich fundierte Ausgangsthese soll darauf beruhen, dass entsprechend dem gegenwärtigen Erkenntnisstand die engräumliche Begrenzung der Verwendung von Landschaftsgehölzen bisher keine ausreichende Begründung hat. Der Feldversuch wird über mindestens drei Vegetationsperioden an der Versuchsstation für Gartenbau in Zepernick durchgeführt.


Projektleitung

Mittelgeber
Sonstige Mittelgeber

Laufzeit
Projektstart: 10/2003
Projektende: 09/2006

Publikationen
Deutsche Baumschule März 2003 Seiten 24 - 26

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:37