Zivilrechtskultur der DDR Endbericht


Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob es einen sozialistischen Zivilprozess in der Praxis der Zivilgerichte der DDR gab (mit Ausnahme des Familien- und Arbeitsrechts). Es wurden zu diesem Zweck bisher 10.000 Akten gesichtet und eingeschätzt und ca. 5000 Akten nach statistischen Methoden mit Hilfe einer sehr umfangreichen Zählkarte erhoben. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, welche die Rahmenbedingungen der Ziviljustiz in der DDR beschrieben (veröffentlicht als Zivilrechtskultur der DDR , Bände 1-3).


Will man die statistische Realität des Zivilprozesses erfassen, so bieten sich nicht rechtstheoretische (im engeren Sinne), sondern soziologische/rechtssoziologische Fragestellungen an.


Die Auswertung der statistischen Erhebung ist allerdings noch nicht einmal zu einem Viertel abgeschlossen bzw. zu einem Drittel durchgeführt. In diesem Zusammenhang sind zahlreiche offene Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel Klagekonstellationen, die Möglichkeit des Zugangs zum Gericht, die innere Prozessstruktur, die zentrale Frage des Erfolgs bei Gericht u.v.m.


Folgender Arbeitsplan ist vorgesehen: Nach einer dreimonatigen Einarbeitung in die bisher geleistete Arbeit sollen in ca. 4-5 Monaten die fehlenden Statistiken, Tabellen, etc. ausgearbeitet werden. Danach sollen in weiteren 4-5 Monaten die entsprechenden Interpretationen erstellt werden.


Principal Investigators
Schröder, Rainer Prof. Dr. (Details) (Private Law / Construction Law / Contemporary Legal History)

Duration of Project
Start date: 08/2003
End date: 05/2007

Last updated on 2020-10-03 at 16:36