Einfluss der mechanischen Stimulation auf das Melkverhalten von Ziegen


Als Arbeitshypothese steht im Vordergrund, dass durch eine Stimulation ein tiergerechtes und schonendes Melkverfahren für Ziegen erreicht wird und dabei gleichzeitig Arbeitszeit eingespart werden kann. Um dies zu erreichen, wird das Melkverhalten der Ziegen unter Einsatz einer Stimulation während des Melkvorganges untersucht. Zunächst wird das Melkverhalten hochleistender Milchziegen (Weiße Deutsche Edelziege) analysiert und die Sensibilität der Ziegen auf eine Vorstimulation getestet. Anschließend folgen Untersuchungen zum Einfluss technischer Stimulationsvarianten auf das Melkverhalten, die Milchflussdynamik und die Milchleistungsparameter. Als Ergebnis wird am Ende der Test einer verfahrenstechnischen Lösung mit geeigneter Stimulation und einer automatischen Melkzeugabnahme stehen.



Die Arbeit konzentriert sich auf folgende Untersuchungen:



a) Bestimmung der Sensibilität von Ziegen auf Handstimulation



b) Wirkung technischer Stimulationsvarianten auf die Milchflussparameter



c) Schlussfolgerung für eine verfahrenstechnische Lösung



Die Versuchsreihe erstreckt sich über den Laktationsabschnitt Februar bis Juni. Dabei werden nach jeweils einer Woche Eingewöhnungsphase an die verschiedenen technischen Stimulationsvarianten an drei aufeinanderfolgendenden Tagen Messungen vorgenommen. Es wird die Milchflussgeschwindigkeit und die Gesamtmelkdauer bestimmt. Im 14-tägigen Abstand wird die Milchflussdynamik unter Zuhilfenahme einer Thermografiekamera dargestellt. Zusätzlich werden die Milchinhaltsstoffe bestimmt und eine bakteriologische Untersuchung vorgenommen (14tägig).

Projektleitung
Kaufmann, Otto Prof. Dr. Dr. h.c. (Details) (Tierhaltungssysteme und Verfahrenstechnik)

Laufzeit
Projektstart: 03/2001
Projektende: 12/2004

Forschungsfelder
goat, Melkbarkeit, Milchfluss, milkability, milk flow, Stimulation, Thermografie, thermography, Ziege

Zuletzt aktualisiert 2022-08-09 um 01:08