Interbanden: epigenetische Mechanismen bei der Ausbildung von Domänen und Grenzen in Interphasechromosomen I


Die Organisation des Chromatins in Domänen ist ein epigenetisches Phänomen par excellence. Diese grundlegende Organisation des Interphasechromosoms wird über Zellgenerationen hinweg vererbt und ist bei polytänen Chromosomen als Banden-/ Interbandenmuster in verschiedenen Geweben und Entwicklungsstadien erkennbar. Die offene Chromatinstruktur der Interbanden wird vermutlich durch Strukturproteine und enzymatische Aktivitäten aufrecht erhalten und durch spezielle Isolatorelemente gegenüber benachbartem kondensiertem Chromatin abgegrenzt. In dem vorgeschlagenen Projekt soll die wechselseitige Interaktion bekannter Interbandenproteine und ihre Rolle bei der Öffnung des Chromatins geklärt werden. Es soll deren molekulare Funktion bei der Etablierung von Grenzen zwischen Chromatindomänen und bei der Ausbildung von Isolatorelementen aufgeklärt werden. Dazu wird eine Modelsite im Genom etabliert, die einen Austausch beliebiger DNA-abschnitte durch ortsspezifische Rekombination erlaubt. Die Rolle der Proteine wird mittels gewebespezifischer Überexpression, in Mutanten, und durch gewebespezifische RNA Interferenz untersucht..


Projektleitung
Saumweber, Harald Prof. i.R. Dr. rer. nat. (Details) (Zytogenetik)

Laufzeit
Projektstart: 08/2002
Projektende: 08/2004

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:31