Räumliche und zeitliche Speckle-Korrelationen in der kohärenten exzitonischen Emission


Mit der von uns entwickelten Speckle-Analyse ergeben sich neue Möglichkeiten der Spektroskopie an lokalisierten optischen Anregungen in Festkörpern, wie z.B. lokalisierten Exzitonen. Neben der bisher durchgeführten Bestimmung des mikroskopischen Zerfalls der Kohärenz ergibt sich durch Analyse der Speckle-Korrelationen bei Veränderung äusserer Parameter eine sehr empfindliche Messmethode. Sie erlaubt die Bestimmung von mikroskopischen Resonanzstrukturen, die bei herkömmlichen Messungen durch die inhomogenen Verbreiterung überdeckt sind. Als äussere Parameter sollen magnetische Felder, elektrische Felder, Verspannung und die Variation der Anregungsrichtung verwendet werden.



Zusätzlich zur zeitaufgelösten Speckle-Analyse soll die vor kurzem von uns entwickelte spektrale Speckle-Analyse ausgebaut und zur Korrelations-Analyse eingesetzt werden. In Ergänzung der zeitaufgelösten Methoden können so die spektralen Abhängigkeiten der mikroskopischen Eigenschaften mit ansonsten nicht erreichbarer Genauigkeit aufgelöst werden. Parallel wird das mikroskopische Model weiterentwickelt, das auf dem Dichtematrix-Zugang für exzitonische Anregungen beruht. Die Speckle-Korrelationen zwischen verschiedenen Grössen werden sich in höheren Erwartungwerten wiederfinden, für die eine systematische Theorie entwickelt werden soll. Das vorhandene Arsenal von Methoden zur statistischen Behandlung ungeordneter Probleme muss dazu erweitert werden. Durch die bewährte enge Zusammenführung von Theorie und Experiment soll im Projekt die Leistungsfähigkeit dieser neuartigen Korrelations-Spektroskopie fundiert und demonstriert werden.

Projektleitung
Zimmermann, Roland Prof. i. R. Dr. rer. nat. habil. (Details) (Theoretische Physik (Theorie dimensionsreduzierter Halbleiter))

Laufzeit
Projektstart: 01/2002
Projektende: 01/2003

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 23:20