Russisch-Jüdische Migranten in Berlin - eine Langzeitstudie


Forschungsgegenstand ist der soziale Akkulturationsprozess russisch-jüdischer Migranten im Zeitverlauf. 1995/1996 wurden 46 russische Juden (Schüler und Studenten), die zu diesem Zeitpunkt bereits fünf - sechs Jahre in Berlin lebten, befragt. 1998/99 waren 37 und 2002/2003 35 Personen zu einem weiteren Interview bereit. Erste Auswertungsergebnisse zeigen, dass von vier möglichen Akkulturationsstrategien (Separation, Integration, Assimilation, Marginalisierung) im Zeitverlauf die zunächst dominante Separationsstrategie durch Integration ersetzt wird. Dieser Wechsel steht offenkundig in einem Zusammenhang mit der - bis auf wenige Ausnahmen - erfolgreichen beruflichen Platzierung der nunmehr jungen Erwachsenen.


Projektleitung
Schütze, Yvonne Prof. Dr. phil. (Details) (Soziologie und Pädagogik)

Laufzeit
Projektstart: 03/1996
Projektende: 05/1998

Forschungsfelder
Acculturation process, Acculturation strategies, Akkultuationsstrategien, Akkulturationsprozess, Migration, Russian Jews, Russische Juden

Publikationen
Schütze, Yvonne: "Warum Deutschland und nicht Israel?" Begründungen russischer Juden für die Migration nach Deutschland. In: BIOS (Zeitschrift Biographieforschung und Oral History) Jg. 10 (1997), Heft 2, S. 186-208; Schütze, Yvonne: "Ich bin nur ein Jude und dann ein Russe." Der Akkulturationsprozess junger russischer Juden im Zeitverlauf. In: Soziale Welt, Heft 3/2000, S. 303-324; Schütze, Yvonne/Rapoport, Tamar. "We are similar in that we're different": Social Relationships of Young Russian Jewish Immigrants in Israel and Germany. In: Roswitha Breckner/Devorah Kalekin-Fishman/Ingrid Miethe (eds): Biographies and the Division of Europe. Opladen: Leske und Budrich 2000, S. 349-366; Schütze, Yvonne. Dauerhafte oder transnationale Migration. Das Beispiel der russischen Juden in Berlin. In: Berliner Debatte Initial, Jg. 11, H. 5/6, 2000, S. 104-110; Schütze, Yvonne: Migrantennetzwerke im Zeitverlauf - Junge russische Juden in Berlin. In: Berliner Journal für Soziologie 13 (2003) 2, S. 145-296

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 23:11