Wohnungsmodernisierung und Stadterneuerung unter veränderten Bedingungen - Beispiel Ost-Berlin I


In den Städten der neuen Bundesländer besteht ein riesiger Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf in den Altbaugebieten. Die notwendige Stadterneuerung kann nicht nach den in den alten Bundesländern bewährten Mustern durchgeführt werden, weil die dafür notwendigen Mittel aufgrund der öffentlichen Finanzkrise nicht mehr zur Verfügung stehen. Daher werden neue, dezentral organisierte Strategien erprobt, bei denen die Mitwirkung der privaten Eigentümer einen zentralen Stellenwert einnimmt. Die Neuordnung der Eigentumsverhältnise im Wohnungsbestand durch Restitution und zahlreiche Eigentumstransfers führt zu einer neuartigen Eigentümerstruktur, bei der verwertungsorientierte Kapitalgesellschaften dominieren. Fragestellung des Projekts ist, ob es gelingt, die Zielsetzung "Erhalt der sozialen Zusammensetzung der Gebietsbevölkerung" zu erreichen, wenn die Steuerungsmöglichkeiten der Sanierungsverwaltung weitgehend auf indirekte rechtliche Instrumente reduziert sind. Das Ergebnis des Erneuerungsprozesses hängt also von Aushandlungsprozessen zwischen Verwaltung, Eigentümern und Bewohnern ab, wobei dem Eigentümertypus eine besondere Aufgabe zugemessen wird.


Projektleitung
Häußermann, Hartmut Prof. i. R. Dr. rer. pol. (Details) (Stadt- und Regionalsoziologie)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 04/1998
Projektende: 03/2000

Forschungsfelder
Modernisierung, Ost-Berlin, Stadterneuerung

Zuletzt aktualisiert 2022-08-09 um 03:09