Institutionen des kollektiven Handelns für gemeinsames Ressourcenmanagement: Bedingungen für die Nachhaltigkeit von Wassernutzerverbänden im semi-ariden Usbekistan


Nach der Unabhängigkeit der Sowjetunion im Jahr 1991 war es der Regierung von Usbekistan nicht möglich, ausreichende Mittel in die sekundäre und tertiäre Wasserinfrastruktur zu investieren. Dies führte zu geringeren Ernten und somit zu sinkenden Einkommen der Landwirte. Diese Faktoren stellten schließlich die Grundlage für eine Bewässerungsreform dar und zwangen die Regierung, Wasserorganisationen (Wassernutzerverbände oder WNVs) zu gründen sowie neue Regelungen für den Betrieb und die Wartung der Be- und Entwässerungsinfrastruktur (B&E) auf lokaler Ebene zu entwickeln. Trotz der Tatsache, dass die Einführung von WNVs mehr als eine Dekade zurückliegt, sind die Bedingungen für die Mehrzahl der WNVs, insbesondere im Bereich der lokalen B&E, schwierig. Das Forschungsziel besteht daher darin, die zentralen Probleme der usbekischen WNVs im Rahmen ihrer mangelhaften Wasserinfrastruktur zu verstehen sowie die Rolle von Institutionen zu untersuchen, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden.


Projektleitung
Thiel, Andreas Prof. Dr. (Ph.D.) (Details) (Umweltgovernance (JF))

Laufzeit
Projektstart: 08/2012
Projektende: 01/2013

Zuletzt aktualisiert 2020-07-10 um 14:55