Integrierte Klimawandelfolgenabschätzung des Kaffeesektors mittels einer Kombination eines agro-ökologischen Modells und eines partiellen Gleichgewichtsmodells des Agrarsektors


Biophysikalische Modelle der Auswirkungen des Klimawandels auf die Kaffeeproduktion projizieren eine stark negative direkte Auswirkung auf Produktionsmengen. Plantagen sind angelegt auf eine Produktion über mehrere Jahrzehnte, so dass vorausgreifende Anpassungsmaßnahmen bereits jetzt initiert werden müssen. Abschätzungen der Auswirkungen des Klimawandels, die Grundlage für eine geeignete Anpassungspolitik sein sollen, dürfen natürlich ökonomische Markmechanismen nicht außer Acht lassen. Ziel dieser Arbeit ist es, ein integriertes Modell zur Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Kaffeeproduktion zu entwickeln, mittels einer Kombination agrar-ökologischer Nischenmodelle und dem globalen partiellen Gleichgewichtsmodell GLOBIOM. Dazu wird zunächst die Beziehung zwischen klimatischer Eignung und Erntemenge auf einer 2‘5“Arcmin-Skala geschätzt, um diese dann in das ökonomische Modellmodul zu integrieren. Ein Zeitschnittansatz wird verwendet, um sowohl ein Nichtanpassungsszenario als auch ein Anpassungszenario zu entwickeln. Brennpunkte der Auswirkungen des Klimawandels, an denen Kaffeeproduktion nicht länger realistisch erscheint, werden identifiziert sowie Anpassungspolitiken umrissen.


Projektleitung
Kirschke, Dieter Prof. Dr. Dr. h. c. (Details) (Agrarpolitik)

Laufzeit
Projektstart: 09/2011
Projektende: 08/2014

Forschungsbereiche
Agrarökonomie, Agrarpolitik, Agrarsoziologie

Forschungsfelder
Agrarpolitik, Kaffee, Klimawandel

Zuletzt aktualisiert 2020-07-10 um 13:35