Nachhaltige Ressourcennutzung in Feuchtgebieten der Mittelmeerregion am Beispiel der tunesischen Insel Djerba. Durchführung der Feldforschung in Tunesien


Aufgrund ihrer geringen Größe, der begrenzten Ressourcenausstattung, einer stetig steigenden anthropogenen Belastung des Ökosystems und nicht zuletzt des herrschenden ariden Klimas leidet die tunesische Insel Djerba unter enormen ökologischen Problemen insbesondere in den Küstenregionen. Die Entwicklung des Massentourismus und die damit verbundene notwendige Ressourcenmobilisierung sind die treibenden Kräfte der dramatischen Degradierung des ursprünglichen Inselsystems. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die tunesische Regierung drei Küstengebiete auf der Insel Djerba zu Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung erklärt und sie in die RAMSAR-Liste eintragen lassen. Grundlegendes Ziel der Arbeit ist es, unter besondere Betrachtung des inselspezifischen sozioökonomischen und institutionellen Kontextes zu erforschen, wie internationale Umweltpolitiken als Ergebnis von institutionellen Veränderungsprozessen auf lokaler Ebene umgesetzt werden können. Theorien institutionellen Wandels (Verfügungs- und Nutzungsrechtstheorie und Verteilungstheorie), die Theorie kollektiven Handelns sowie die „Interactive Governance Theory“ werden zu diesem Zwecke herangezogen, um ihr Erklärungspotential für die vorliegende Fragestellung zu untersuchen. Die Wahl dieser Theorien beruht auf ihrer Kompatibilität mit dem verwendeten Analyserahmen „Institutions of Sustainability“ (IoS), der die in der Handlungsarena stattfindenden Interaktionen und Transaktionen zwischen den darin involvierten Akteuren sowie die handlungsleitenden Institutionen und Gouvernance-Strukturen innerhalb sozio-ökologischer Systeme besonders hervorhebt. Es werden empirische Methoden der empirischen Sozialforschung und der vergleichenden Fallstudienanalyse angewendet. Die Ergebnisse der Arbeit werden auch zur Kommunikation mit tunesischen Akteuren dienen.
Aufgrund ihrer geringen Größe, der begrenzten Ressourcenausstattung, einer stetig steigenden anthropogenen Belastung des Ökosystems und nicht zuletzt des herrschenden ariden Klimas leidet die tunesische Insel Djerba unter enormen ökologischen Problemen insbesondere in den Küstenregionen. Die Entwicklung des Massentourismus und die damit verbundene notwendige Ressourcenmobilisierung sind die treibenden Kräfte der dramatischen Degradierung des ursprünglichen Inselsystems. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die tunesische Regierung drei Küstengebiete auf der Insel Djerba zu Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung erklärt und sie in die RAMSAR-Liste eintragen lassen. Grundlegendes Ziel der Arbeit ist es, unter besondere Betrachtung des inselspezifischen sozioökonomischen und institutionellen Kontextes zu erforschen, wie internationale Umweltpolitiken als Ergebnis von institutionellen Veränderungsprozessen auf lokaler Ebene umgesetzt werden können. Theorien institutionellen Wandels (Verfügungs- und Nutzungsrechtstheorie und Verteilungstheorie), die Theorie kollektiven Handelns sowie die „Interactive Governance Theory“ werden zu diesem Zwecke herangezogen, um ihr Erklärungspotential für die vorliegende Fragestellung zu untersuchen. Die Wahl dieser Theorien beruht auf ihrer Kompatibilität mit dem verwendeten Analyserahmen „Institutions of Sustainability“ (IoS), der die in der Handlungsarena stattfindenden Interaktionen und Transaktionen zwischen den darin involvierten Akteuren sowie die handlungsleitenden Institutionen und Gouvernance-Strukturen innerhalb sozio-ökologischer Systeme besonders hervorhebt. Es werden empirische Methoden der empirischen Sozialforschung und der vergleichenden Fallstudienanalyse angewendet. Die Ergebnisse der Arbeit werden auch zur Kommunikation mit tunesischen Akteuren dienen.


Projektleitung
Hagedorn, Conrad Prof. Dr. Dr. h.c. (Details) (Ressourcenökonomie)

Laufzeit
Projektstart: 09/2011
Projektende: 12/2011

Forschungsfelder
Djerba, Feuchtgebiete, Governance-Strukturen, Institutionen, Küstenregion, Nachhaltigkeit, RAMSAR

Zuletzt aktualisiert 2022-08-09 um 03:07