Neue Strategien zur Sicherung der Nahrungsmittelproduktion - Zertifizierung von virusfreiem Pflanzenmaterial


In Kolumbien fehlt jegliche Expertise zu Pflanzenvirosen in der Praxis. Pflanzenpathogene Viren können zu gravierenden ökonomischen Schäden in Landwirtschaft und Gartenbau führen. So treten bedeutende Ertragsverluste durch verminderte Qualität oder Erträge auf. Zudem kann die Vitalität bzw. Widerstandsfähigkeit gegenüber abiotischen und biotischen Faktoren reduziert sein. Da phytopathogene Viren nicht wie Pilze kurativ bekämpft werden können, kommt prophylaktischen Maßnahmen eine besondere Bedeutung zu. Zu solchen Maßnahmen zählt die Selektion und Verwendung von virusfreiem Ausgangsmaterial bei der Etablierung der Bestände. Nur so lassen sich langfristig qualitativ und quantitativ hochwertige Agrarprodukte für den heimischen sowie insbesondere den internationalen Markt erzeugen. In Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium und Anbauverbänden soll ein entsprechendes Zertifizierungsprogramm für gesundes Pflanzenmaterial in ökonomisch bedeutenden gärtnerischen Intensivkulturen aufgebaut und gleichzeitig Berater gezielt ausgebildet werden.
Themengebiete: - Aufbau eines Zertifizierungsprogramms mit dem zuständigen Ministerium
- Erstellung von Bewertungsgrundlagen für gärtnerische Kulturen
- Erstellen eines Versuchsdesigns
- Austausch von Graduierten im Rahmen der Projektbearbeitung
- Ausbildung von kolumbianischen Studierenden in der Beratung von gärtnerischen Kulturen
- Grundausbildung in der Pflanzenvirologie.

Projektleitung
Büttner, Carmen Prof. Dr. agr. (Details) (Phytomedizin)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 05/2011
Projektende: 04/2013

Zuletzt aktualisiert 2022-08-09 um 03:06