DFG Trilaterale Kollaboration Deutschland-Israel-Palästina: Nematoden als potentielle Vektoren für Humanpathogene


Das Auftreten nahrungsmittelbedingter Erkrankungen durch Verzehr unbearbeiteter oder nur teilweise verarbeiteter landwirtschaftlicher Produkte findet in Industrie- und Entwicklungsländern vermehrt Aufmerksamkeit. Generell wird das Vorkommen humanpathogener Mikroorganismen in Verbindung mit Früchten und Gemüse auf die Verwendung von recyceltem Abwasser zur Kulturbewässerung oder der Düngung mit Stallmist zurückgeführt. Der bodenlebenden Fauna kommt hierbei eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung von Mikroorganismen zu. Der Fokus dieses Projektes liegt auf der Gruppe der Nematoden, bekannte Vektoren von pathogenen Bakterien und Viren im Boden. Die Hauptziele sind: 1) Untersuchung der mittels freilebender und pflanzenparasitärer Nematoden transportierten Humanpathogene in mit recyceltem Abwasser bewässerten oder mit Stallmist gedüngten landwirtschaftlichen Flächen Israels und Palästinas, 2) Bestimmung der Funktion von Nematoden als Vektoren für Bakterien von Zentren hoher mikrobieller Aktivität im Boden hin zur Pflanze und 3) Lokalisation von Bakterien auf/im Vektor sowie Ermittlung der für ein Überleben der Bakterien im Nematoden erforderlichen Mechanismen. Ein besseres Verständnis der Wechselbeziehungen zwischen Humanpathogenen und Nematoden im Boden ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Strategien zur Vermeidung von Kontaminationen landwirtschaftlicher Produkte mit humanpathogenen Mikroorganismen und damit einer verbesserten Lebensmittelsicherheit.


Projektleitung
Rueß, Liliane Prof. Dr. (Details) (Ökologie)

Laufzeit
Projektstart: 04/2010
Projektende: 03/2014

Zuletzt aktualisiert 2020-25-11 um 14:58