"Lokale Dynamiken eines transnationalen Diskurses: Islamischer Feminismus in Südasien. Indien, Pakistan und Bangladesch im Vergleich", in Kooperation mit dem Institut für Islamwissenschaft der FU Berlin, gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung


Das Forschungsvorhaben geht von der zentralen Annahme aus, dass in Südasien gegenwärtig eine neue Generation muslimischer Akteurinnen in Erscheinung tritt, die die Kernanliegen und Praktiken des transnationalen Diskurses des islamischen Feminismus aufgreifen und in einer bislang nicht gekannten Weise an der Produktion islamischen Wissens partizipieren. Die entscheidende Voraussetzung für diese Entwicklung wurde durch die rasante Medialisierung der südasiatischen Gesellschaften seit Anfang der 1990er Jahre geschaffen. Am Beispiel Indiens, Pakistans und Bangladeschs sollen die Strategien muslimischer Frauenrechtlerinnen untersucht werden, die eine Reformulierung zentraler Positionen des global vorherrschenden, säkular-nationalen Geschlechterdiskurses anstreben, zugleich aber in ihren eigenen, lokalen Glaubensgemeinschaften Anerkennung für ihre Forderungen suchen. Ihr Bestreben ist es, aus der islamischen Tradition eine für sie als Bürgerinnen ihrer Nationalstaaten relevante, zeitgemäße Perspektive zu entwickeln. Ein Schwerpunkt der Untersuchung soll auf der Frage ihrer Handlungsfähigkeit (agency) gegenüber den etablierten religiösen Autoritäten (den Religions- und Rechtsgelehrten, Ulama) und deren Deutungsmacht über die normativen Quellen des Islams, Koran und Sunna, liegen.

Ziel des Vorhabens ist es, am Beispiel des islamischen Feminismus zu zeigen, wie aus den vielfältigen Konnektivitäten transnationaler und lokaler Bewegungen und Öffentlichkeiten in Südasien grundlegend neue Ideen, Praktiken und Akteure hervorgehen, die für die Wechselbeziehung von säkular-nationalen und religiösen Diskursen gleichermaßen relevant sind wie für die Frage der Identität südasiatischer Musliminnen und Muslime als Staatsbürger.

Das Forschungsvorhaben geht von der zentralen Annahme aus, dass in Südasien gegenwärtig eine neue Generation muslimischer Akteurinnen in Erscheinung tritt, die die Kernanliegen und Praktiken des transnationalen Diskurses des islamischen Feminismus aufgreifen und in einer bislang nicht gekannten Weise an der Produktion islamischen Wissens partizipieren. Die entscheidende Voraussetzung für diese Entwicklung wurde durch die rasante Medialisierung der südasiatischen Gesellschaften seit Anfang der 1990er Jahre geschaffen. Am Beispiel Indiens, Pakistans und Bangladeschs sollen die Strategien muslimischer Frauenrechtlerinnen untersucht werden, die eine Reformulierung zentraler Positionen des global vorherrschenden, säkular-nationalen Geschlechterdiskurses anstreben, zugleich aber in ihren eigenen, lokalen Glaubensgemeinschaften Anerkennung für ihre Forderungen suchen. Ihr Bestreben ist es, aus der islamischen Tradition eine für sie als Bürgerinnen ihrer Nationalstaaten relevante, zeitgemäße Perspektive zu entwickeln. Ein Schwerpunkt der Untersuchung soll auf der Frage ihrer Handlungsfähigkeit (agency) gegenüber den etablierten religiösen Autoritäten (den Religions- und Rechtsgelehrten, Ulama) und deren Deutungsmacht über die normativen Quellen des Islams, Koran und Sunna, liegen.

Ziel des Vorhabens ist es, am Beispiel des islamischen Feminismus zu zeigen, wie aus den vielfältigen Konnektivitäten transnationaler und lokaler Bewegungen und Öffentlichkeiten in Südasien grundlegend neue Ideen, Praktiken und Akteure hervorgehen, die für die Wechselbeziehung von säkular-nationalen und religiösen Diskursen gleichermaßen relevant sind wie für die Frage der Identität südasiatischer Musliminnen und Muslime als Staatsbürger.

Projektleitung
Schneider, Nadja-Christina Prof. Dr. phil. (Details) (Medialität u. Intermedialität in Gesellschaften Asiens/Afrikas J)

Laufzeit
Projektstart: 05/2010
Projektende: 08/2012

Zuletzt aktualisiert 2020-12-03 um 23:08