"Cross Regional Influences" und Akzeptanz bei Umweltmanagementstandards in Obst- und Gemüsewertschöpfungsketten


In internationalen Wertschöpfungsketten spielen Umweltmanagementstandards (EMS) eine zunehmend wichtige Rolle. Dabei ist die Einführung von EMS für die Produzenten häufig mit Problemen und Hemmnissen verbunden. Während die Rolle von Governance-Strukturen auf die Verbreitung von EMS bereits betrachtet wurde, existieren kaum Untersuchungen zum Einfluss unterschiedlicher Akteure außerhalb der Kette. Allerdings ist davon auszugehen, dass je nach Art der Kette, insbesondere Akteure der Zielregion (z.B. NGOs) über Konsumenten und Handel Einfluss auf den Produzenten bei der Einführung und Umsetzung der EMS nehmen können. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern solche Cross Regional Influences (CRI) aus den Zielregionen in Abhängigkeit von regionalen Unterschieden (z.B. von Entwicklungsstand, Ziel- und Wertemustern) zu Akzeptanzproblemen der Produzenten gegenüber den EMS führen können und damit die erfolgreiche Umsetzung und Verbreitung der EMS behindern. Ziel des Projektes ist es, am Vergleich der Obst- und Gemüsewertschöpfungsketten Kenia - EU und Südafrika - Subsahara-Afrika die Bedeutung von CRI und Akzeptanz auf die Einführung und Umsetzung von EMS darzustellen, zu erklären und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Als theoretische Basis dienen Ansätze zu Wertschöpfungsketten, die durch die Bereiche CRI und Akzeptanz erweitert werden sollen. Die empirische Grundlage bieten qualitative Interviews entlang der Wertschöpfungsketten und quantitative Befragungen in den Produzentenregionen.


Projektleitung
Dannenberg, Peter Dr. (Details) (Wirtschaftsgeographie)

Laufzeit
Projektstart: 09/2009
Projektende: 12/2013

Zuletzt aktualisiert 2020-13-03 um 23:06