Visuelle Strategien in Wissenschaft und Technik


Bilder der Naturwissenschaft und Technik sind das Ergebnis unterschiedlicher Versuchsanordnungen, Apparaturen, Bildträger und Wiedergabeformen; sie reichen von der anatomischen Buchillustration der Frühen Neuzeit bis zur dynamischen Aufzeichnung von Messdaten. Da diese Bildverfahren die Ergebnisse, die sie zu visualisieren haben, nicht bloß wiedergeben, sondern in ihrer genuin bildlichen Form prägen, stellen die betreffenden Bildprodukte einen kulturellen Faktor ersten Ranges dar.
Die Frage nach dieser Eigenart naturwissenschaftlicher und technischer Bilder ist zu einem drängenden Problem auch derjenigen Gebiete geworden, in denen sie entstehen. Obwohl ihre Bedeutung unübersehbar ist und die dabei angewandten Bildgebungsverfahren in der kulturtechnischen Eigenständigkeit und historischen Einbettung ernstgenommen werden müssen, werden die entsprechenden bildlichen Zeugnisse und Praktiken jedoch bisher an keinem Ort systematisch erforscht. Das Langfristvorhaben zielt daher auf eine Theorie bildhafter Erkenntnis, welche die naturwissenschaftlichen Visualisierungsstrategien auf breiter Vergleichsbasis und mit kunsthistorischen Methoden fassbar macht und die hierfür zentralen Begriffe entwickelt.

Projektleitung
Bredekamp, Horst Prof. Dr. phil. (Details) (Mittlere und Neue Kunstgeschichte)

Laufzeit
Projektstart: 03/2008
Projektende: 06/2013

Forschungsbereiche
Kunstgeschichte

Zuletzt aktualisiert 2021-08-09 um 14:27