Zum Beharrugsvermögen ökonomischer Strukturen - Eine empirische Analyse mit Hilfe des Realoptionsansatzes


Reale Agrarstrukturen entsprechen vielfach nicht den aus komparativ-statischer Sicht zu erwartenden Strukturen. Beispielsweise ist häufig zu beobachten, dass Betriebe kleiner als die "optimale" Betriebsgröße sind und technologische Neuerungen erst später übernehmen oder länger in der Produktion verbleiben als einfache Kalküle erwarten lassen. Ein relativ neuer und viel versprechender Erklärungsansatz für das vielfach zu beobachtende Beharrungsvermögen ökonomischer Strukturen liegt in Gestalt der neuen Investitionstheorie vor, die Irreversibilität (versunkene Kosten), Unsicherheit und Handlungsflexibilität in einem geschlossenen dynamischen Modell verknüpft. Das in Aussicht genommene Forschungsvorhaben knüpft an die Vorarbeiten des Antragstellers zur neuen Investitionstheorie an. Neben der Sammlung internationaler Erfahrungen als Post-Doc werden im Rahmen des geplanten Forschungsaufenthalts an der University of Western Australia folgende konkrete Zielsetzungen verfolgt:

1. Fertigstellung einzelner Teilkapitel der Habilitation, in der sich der Antragsteller mit Agrarstrukturwandel im Allgemeinen und mit der empirischen Umsetzung der neuen Investitionstheorie im Besonderen befasst.

2. Vorarbeiten zum im Antragsverfahren befindlichen DFG-Sonderforschungsbereichs an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

3. Weiterentwicklung des in Deutschland im Aufbau befindlichen Doktorandenstudiums.


Principal Investigators
Mußhoff, Oliver Dr. agr. (Details) (Agricultural Farm Management)

Duration of Project
Start date: 01/2006
End date: 05/2006

Last updated on 2020-14-03 at 23:11