Einsatz von Mykorrhizapilzen und Qualitätskomposten bei der Anzucht von Jungpflanzen im ökologischen Gemüse- und Zierpflanzenbau


Die Jungpflanzenanzucht im ökologischen Gartenbau ist besonders anspruchsvoll, weil die Pflanzen im Gewächshaus oft einem großen Krankheitsdruck unterliegen und zahlreiche Gemüse- und Zierpflanzenarten einen hohen Nährstoffbedarf aufweisen. Robuste, gesunde Jungpflanzen sind aber ein entscheidender Faktor des wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebes. Da chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel im ökologischen Landbau nicht zugelassen sind und die Palette an verfügbaren Düngern stark eingeschränkt ist, sind Techniken gefragt, welche die pflanzliche Nährstoffaufnahme und die Stresstoleranz der Pflanzen verbessern. Teilerfolge können durch den Einsatz qualitativ hochwertiger Kultursubstrate unter Verwendung von Komposten erzielt werden.
Mykorrhiza-Symbiosepilze verhelfen der Pflanze unter natürlichen oder naturnahen Bedingungen zu einer verbesserten Nährstoffaufnahme und schützen sie insbesondere vor Wurzelkrankheiten. Zudem verringern Mykorrhizen den Pflanzschock , wenn die Jungpflanzen ins Freiland gesetzt werden und fördern die Blüte von Zierpflanzen. In den gebräuchlichen Anzuchtsubstraten für Gemüse- und Zierpflanzen kommen Mykorrhizen aber nicht oder in äusserst geringer Dichte vor in der notwendigen Hitzephase zur Hygienisierung der Komposte sterben auch Mykorrhizapilze ab.

Principal Investigators
George, Eckhard Prof. Dr. (Details) (Plant Nutrition)

Duration of Project
Start date: 04/2002
End date: 10/2003

Last updated on 2020-14-03 at 23:07