Zur Identitätsarbeit von chronisch kranken Jugendlichen in der reflexiven Moderne


Der Prozeß der konstruktiven Selbstverortung in Form der Identitätsarbeit erfährt in der reflexiven Moderne eine neue Qualität, da die gesellschaftlichen Modernisierungsprozesse auf individueller Ebene als zunehmende Unübersichtlichkeit und Widersprüchlichkeit, als Enttraditionalisierung und Fragmentierung des Lebenslaufs erlebt werden. Somit stellt sich die alte soziologische Frage nach den Prozessen der Identitätsbildung im Zeitalter einer reflexiven Moderne neu.
Insbesondere Jugendliche sind vom Prozess der Identitätsfindung betroffen, da die Ausbildung eines kohärenten Selbst zu der zentralen Entwicklungsaufgabe in dieser Lebensphase gehört und aufgrund von krisenhaften Übergangssituationen die Phase der Adoleszenz als per se identitätskritische Lebenslage verstanden wird. In der geplanten qualitativen Studie wird die Identitätsarbeit von Jugendlichen untersucht, die chronisch erkrankt sind. Dabei wird die Frage aufgeworfen, welche Auswirkungen eine chronische Krankheit auf die Identitätsfindung und -arbeit hat.

Projektleitung
Kardorff, Ernst von Prof. Dr. phil. (Details) (Rehabilitationssoziologie / berufl. Rehab./ Rehabilitationsrecht)

Laufzeit
Projektstart: 01/2000
Projektende: 12/2004

Forschungsfelder
Chronische Krankheit, Identität und Jugendliche

Zuletzt aktualisiert 2020-14-03 um 23:07