FG 1627: Bild und Repräsentation im Spätmittelalter


Das Projekt, das im Forscherkolleg BildEvidenz in enger Zusammenarbeit mit Kunstwissenschaftler/innen durchgeführt wird, widmet sich dem Bildbegriff im Spätmittelalter (ca. 1250-1600). Es geht der Frage nach, wie der Begriff 'imago' im Verhältnis zu den Begriffen 'repraesentatio' und 'similitudo' definiert wurde, und konzentriert sich auf drei Diskussionskontexte. (1) Zunächst soll untersucht werden, wie der von Augustinus geprägte Bildbegriff in den metaphysischen Debatten (z.B. über den Menschen als 'imago Dei') ausformuliert wurde. (2) Dann soll analysiert werden, wie sich der Bildbegriff zum allgemeinen Zeichenbegriff verhält. Vor allem soll auf das Verhältnis von bildhaften Zeichen und sprachlichen Zeichen geachtet werden. (3) Schließlich soll die Anwendung des philosophischen Bildbegriffs auf konkrete Bilder (etwa der Schöpfung oder der Trinität) genauer betrachtet werden. Anhand ausgewählter Beispiele soll geprüft werden, ob die Merkmale, die in den theoretischen Debatten als Hauptmerkmale eines Bildes bestimmt wurden, sich auch tatsächlich in konkreten Bildern finden. Für alle drei Diskussionskontexte werden die Texte verschiedener mittelalterlicher Autoren (von Roger Bacon über Thomas von Aquin bis Francisco Suárez) herangezogen.


Projektleitung
Perler, Dominik Prof. Dr. (Details) (Theoretische Philosophie)

Laufzeit
Projektstart: 10/2014
Projektende: 03/2015

Zuletzt aktualisiert 2020-15-03 um 23:10