Qualitative Gesundheitsforschung


Angesichts des Wandels im Krankheitsspektrum (Zunahme chronischer und psychischer Krankheiten) und der damit verbundenen Veränderung der Versorgungslandschaft stellen sich in den Gesundheitswissenschaften neue Herausforderungen, die dezidiert nach einer intepretativen Forschungsstrategie verlangen. Vor diesem Hintergrund kam es in den letzten Jahren zu einer verstärkten Nachfrage qualitativer Erhebungs- und Auswertungsmethoden, wobei sich die qualitative Forschung in den Gesundheitswissenschaften später als in anderen Kulturwissenschaften etc., verortet hat. Das wissenschaftliche Netzwerk will die qualitative Gesundheitsforschung auf dem Weg ihrer Etablierung voranbringen, ForscherInnen vernetzen, die besondere Leistungsfähigkeit und die spezifischen Erkenntnisgewinne der qualitativen Forschung dokumentieren und Fragen der Qualitätssicherung sowie Methodenentwicklung diskutieren. Qualitätssicherung, Transparenz, Gegenstandsangemessenheit und Nachvollziehbarkeit der qualitativen Forschung sind in diesem Feld deutlich weiterzuentwickeln und ein gemeinsames Verständnis qualitativer Gesundheitsforschung gilt es zu entwerfen. Zusätzliche zur Nachwuchsförderung will das Netzwerk, die eher isolierte Forschungslandschaft verbinden und ein Forum für gegenstandsbezogene spezielle Problemdiskussion in Rehabilitation, Pflege und Gesundheitswissenschaften ermöglichen.


Projektleitung
Ohlbrecht, Heike Dr. (Details) (Rehabilitationssoziologie / berufl. Rehab./ Rehabilitationsrecht)

Laufzeit
Projektstart: 09/2013
Projektende: 08/2016

Zuletzt aktualisiert 2020-12-10 um 00:38