VA: CNRS Paris-Tagung Haben die Kriege in Jugoslawien die Wahrnehmung gesellschaftlicher Konflikte verändert? Debatten und Projektionen in Deutschland und Frankreich


2011 jährte sich zum zwanzigsten Mal der Beginn des Krieges um ethnisch homogene Territorien in Jugoslawien. Es handelte sich dabei um den ersten Krieg in Europa, der fast fünfzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ausbrach. Nicht nur in den unmittelbaren Reaktionen, die von Entsetzen, Ratlosigkeit bis hin zu Indifferenz und Verdrängung reichten, berührten die Kriege in Kroatien, Bosnien und Kosovo die europäische Öffentlichkeit. Sie riefen Diskussionen über ihre politische, soziale und kulturelle "Verortbarkeit" hervor und warfen auch Fragen einer direkten "europäischen" politischen Verantwortung (und auch militärischen Involvierung) auf. In dieser Veranstaltung soll - zwanzig Jahre nach Beginn der Kriege - dieser Blick umgekehrt und gefragt werden: Wie wirkte eigentlich der Jugoslawien-Krieg auf die französiche und bundesrepublikanische Öffentlichkeit? Hat sich durch die Erfahrung dieses Krieges etwa auch wissenschaftliche Theoriebildung verändert?


Principal Investigators
Grandits, Johannes Prof. Dr. (Details) (History of South Eastern Europe)

Duration of Project
Start date: 12/2012
End date: 12/2012

Last updated on 2020-14-10 at 08:43