Ansätze einer wissenschaftsphilosophischen Fundierung des phänomenologischen Naturzugangs


Seit geraumer Zeit wird in verschiedenen physikdidaktischen Arbeitsgruppen an Wegen phänomenologischen bzw. phänomenbasierten Unterrichts gearbeitet. Gemeinsames Ziel dieser Bemühungen ist es, ein weit reichendes Naturverständnis zu lehren, ohne die dabei vorgebrachten Erklärungen auf einem Fundament quasi ad hoc vorgeschlagener, hypothetischer Entitäten wie z. B. Strahlen oder Wellenfelder errichten zu müssen. An einer Reihe konkreter Beispiele, die z. T. auch Eingang in Schulbücher gefunden haben, wurde bereits gezeigt, dass dies möglich ist. Das interdisziplinäre Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit der wissenschaftsphilosphischen Fundierung dieses Naturzugangs. Neben den typischen Vorreitern (Wagenschein, Goethe) werden dazu auch weitere moderne Autoren (u. a. Wittgenstein, Fleck) fruchbar gemacht. Ziel ist es, die gemeinsame Methode anhand bekannter und neuer Beispiele so zu beschreiben, dass sie für interessierte PhysikdidaktikerInnen auf weitere Phänomenbereiche anwendenbar wird.


Projektleitung
Schön, Lutz-Helmut Prof. i. R. Dr. rer. nat. habil (Details) (Didaktik der Physik)

Laufzeit
Projektstart: 04/2008
Projektende: 09/2012

Zuletzt aktualisiert 2020-16-03 um 23:14