"Programmare il miracolo economico? Industriepolitik in Italien zwischen Boom und Krise (1958-1973)"


Im Mittelpunkt des Projektes steht die Wirtschaftspolitik in Italien in den langen sechziger Jahren (1957-1974), in denen sich ein paradigmatischer Wandel von einer eher liberalen zu einer geplanten Wirtschaftverfassung vollzog. Unter dem Begriff der Programmazione Eco-nomica wurden insbesondere seit 1963 umfassende Steuerungsmaßnahmen implementiert, die sich v. a. auf den Bereich der Industriepolitik konzentrierten. Die Programmazione Eco-nomica soll daher im Zentrum der Analyse stehen. War die Industriepolitik ursprünglich als langfristige Entwicklungsstrategie geplant, die zum Teil auf den Traditionen des faschistischen Korporatismus der 1930er Jahren basierte, wurde sie vor dem Hintergrund der Strukturprobleme der italienischen Wirtschaft immer stärker zu kurzfristigen Kriseninterventionen benutzt? Die Genese der Industriepolitik soll auf umfassender Quellenbasis rekonstruiert und ihre qualitativen und quantitativen Folgen durch statistische Analysen bestimmt werden. Schließlich soll die italienische Entwicklung in ihren europäischen Bezügen dargestellt werden. Dabei werden sowohl die Folgen der EWG-Gründung 1957 zu beachten sein wie auch wechselseitige Lern- und Transferprozesse im wirtschaftspolitischen Bereich.


Projektleitung
Nützenadel, Alexander Prof. Dr. (Details) (Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 11/2011
Projektende: 12/2014

Zuletzt aktualisiert 2023-12-01 um 21:05