Aufarbeitung von europäischen Nachlässen zur südostasiatischen Philologie


Während meiner Aufarbeitung des Nachlasses von H.L. Shorto (1919-1995), Professor für Mon-Khmer Philologie an der Londoner School of Oriental and African Studies, wurden weitere, bisher unbekannte Dokumente aus dem Nachlass von C.O. Blagden (1864-1949), Shortos Vorgänger und Pionier auf diesem Gebiet, im Personalarchiv der SOAS gefunden.

Diese umfassten Briefe, Notizbücher, Photographien und diverse handschriftliche Aufzeichnungen von Robert Halliday (1864-1939), J.A. Stewart (1882-1948), Wilhelm Schmidt (1868-1954) und Gordon H. Luce (1889-1979).

Die Nachlasspapiere sind, da deren Existenz bisher nicht bekannt war, weder inventarisiert noch katalogisiert; ich habe das Material gesichtet, Korrespondenz sortiert, Handlisten erstellt und kopiert.

Wissenschaftlich bedeutende Teile der Nachlässe sollen veröffentlicht werden.

So habe ich bereits Shortos Übersetzung einer in Bangkok 1912 in zwei Bänden gedruckten Mon Chronik aus dem 16. Jahrhundert ediert; die Arbeit zum ersten Band "Gavampati - Thaton - R j dhir j" ist abgeschlossen und soll Ende 2010 erscheinen, der zweite Band "Dhammacet " soll ein halbes Jahr später folgen.

In Vorbereitung ist außerdem eine Edition der Briefe des schottischen Missionars R. Halliday aus Burma und Thailand an C.O. Blagden in London von 1909 bis zu seinem Tod 1939. Von Interesse sind hier Hallidays Notizen zur Lexikographie und Epigraphik des Mon.

Projektleitung
Bauer, Christian Prof. M.A., DEA, PhD (Details) (Südostasiatische Philologien)

Laufzeit
Projektstart: 07/2008
Projektende: 12/2011

Publikationen
(in Vorbereitung) Hrsg. von H.L. Shorto, "Gavampati - Thaton - Rajadhiraj" (Band I) und "Dhammaceti" (Band II)

Zuletzt aktualisiert 2020-17-03 um 23:21