SFB 626/3: Poetiken des Unwahrscheinlichen


Der poetologische Status des Unwahrscheinlichen ist in der Moderne mit einer Erfahrung gesteigerter Kontingenz verknüpft und manifestiert sich als Probe auf die Haltbarkeit bestehender Wissensordnungen. Am Beispiel der Werke von Hubert Fichte und Alexander Kluge wird dieser Zusammenhang in zweierlei Hinsicht untersucht. Einerseits wird danach gefragt, wie die Verschränkung von Fiktion und Dokumentation auf eine irritierende Ereignishaftigkeit verweist, die Entscheidungs- und Zuständigkeitsfragen aufwirft und das reflexive Potential ästhetischer Erfahrung freilegt. Andererseits wird ein Transfer diverser poetischer und medialer Strategien verfolgt, der die Einheit von Darstellungsformen auflöst und den Akzent auf überraschende Momente des Übergangs und des Bruchs zwischen verschiedenartigen Genres, Diskursen und ästhetischen Praktiken setzt.


Projektleitung
Vogl, Joseph Prof. Dr. phil. (Details) (Sonderforschungsbereiche - Beteiligungen)

Beteiligte externe Organisationen

Laufzeit
Projektstart: 01/2011
Projektende: 12/2014

Forschungsbereiche
Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; Kulturwissenschaft

Zuletzt aktualisiert 2021-08-09 um 13:31