Dynamik und Flexibilität des Sprachproduktionssystems


Ziel dieses Projekts ist die Untersuchung der Dynamik und situationsspezifischen Formbarkeit des Sprachproduktionssystems. Dabei stehen zwei Bereiche im Vordergrund. Zum einen werden unterschiedliche Facetten der semantischen Verarbeitung über Kategoriengrenzen hinweg untersucht, darunter die semantische Nähe und assoziative Beziehungen, aber auch die semantische Reichhaltigkeit der Botschaft, deren behaviorale und elektrophysiologischen Korrelate in der Sprachproduktion bislang noch nicht beschrieben wurden. Darüber hinaus soll die dynamische Formbarkeit des Sprachproduktionssystems auch in einem erweiterten Sinn und unabhängig von konkreten semantischen Beziehungen dahingehend untersucht werden, ob die Lexikalisierung durch den kognitiven Verarbeitungsmodus moduliert werden kann. Dabei geht es um die Frage, ob ein durch die Präsentation mehrdeutiger Texte (z.B. Wortspiele) erzeugter kognitiver „Ambiguitätsmodus“ zur lexikalischen Aktivierung von Mehrdeutigkeiten bei der Produktion von Homonymen führen kann. Im Projekt werden neben Verhaltensdaten auch aus dem Elektroenzephalogramm gewonnene ereigniskorrelierte Potentiale eingesetzt, um die Dynamik und den Zeitverlauf der semantischen Verarbeitung bei offener Sprachproduktion zu untersuchen.


Sprecher/in
Abdel Rahman, Rasha Prof. Dr. rer. nat. (Details) (Neurokognitive Psychologie)

Laufzeit
Projektstart: 06/2013
Projektende: 07/2015

Zuletzt aktualisiert 2020-25-11 um 12:22