Yang’sche Symmetrie in der Quanten-Eichfeldtheorie


Unser fundamentales Naturverständnis gründet auf Symmetrien. Dieser Antrag zielt darauf ab, versteckte Symmetrien in Quantenfeldtheorien jenseits der etablierten Poincaré-Gruppe und ihrer supersymmetrischen sowie konformen Erweiterungen zu studieren. Er fußt auf unserer Entdeckung einer unendlich dimensionalen Symmetrie der S-Matrix der maximal supersymmetrischen Eichfeldtheorie in vier Dimensionen, die als Yang’sche Symmetrie bezeichnet wird. Die geplanten Forschungen gliedern sich in drei Teile. Im ersten Teil werden wir die Implikationen dieser versteckten Symmetrie für glatte Wilson-Schleifen untersuchen, was neuartige Werkzeuge für exakte, nichtperturbative Ergebnisse in diesem Sektor liefern sollte. Im zweiten Teil werden wir die Yang’sche Symmetrie als klassische Symmetrie der Wirkung untersuchen, dies im Gegensatz zu der etablierten dynamischen Symmetrie für Quantenobservablen. Wir zielen hierbei auf eine Klassifizierung von Yang’schen symmetrischen Quantenfeldtheorien in D>2 Dimensionen ab und erwarten die Form der effektiven Wirkung einschränken zu können. Im letzten Teil schließlich, wollen wir die Yang’sche Symmetrie vom Standpunkt des Haag-Lopuszanski-Sohnius-Theorems aus analysieren, indem wir ein nichttriviales Koprodukt für die Symmetriegeneratoren zulassen. Das langfristige Ziel dieser Forschungsansätze ist es, einen neuartigen perturbativen Zugang zu Quantenfeldtheorien zu etablieren, bei dem man um ein integrables 4D-Modell, wie die N=4 Eichtheorie, herum entwickelt.


Projektleitung
Plefka, Jan Prof. Dr. (Details) (Theoretische Physik (Quantenfeldtheorie u. Stringtheorie))

Laufzeit
Projektstart: 01/2017
Projektende: 09/2020

Forschungsbereiche
Kern- und Elementarteilchenphysik, Quantenmechanik, Relativitätstheorie, Felder, Naturwissenschaften

Zuletzt aktualisiert 2021-10-08 um 11:27