ZUKO: HU-Zukunftskonzept: Von Administratio zur Gouvernementalität: Techniken und Strategien der Selbst- und Fremdverwaltung zwischen Mittelalter und Gegenwart (Förderlinie Freiräume)


Die steigende Bevölkerungsdynamik in Mittelalter und Neuzeit erhöhte den Bedarf und die Anforderungen an administrative(n) Praktiken. Hybride Gebilde entstanden, die Klöster und Kanzleien mit Schriftübersetzungen und Fernreisen verbanden und Subjekte in heterogene institutionelle und mediale Ordnungen einschrieben. Jenseits ihrer instrumentalen Logik wiesen diese Regierungspraktiken einen die Unbestimmtheiten nicht nur tilgend, sondern gerade auch provozierenden Charakter auf. Der Fokus der Tagung liegt daher auf den administrativen Lücken und symbolischen Unschärfen, innerhalb derer systemkonforme bzw. häretische Subjektivitäten produziert werden. Sie fragt nach ihren politischen und künstlerischen Formen und der govermentalen Rolle der Künste. In Kontrast zu bisherigen biopolitischen Forschungen untersucht die Tagung administrative Verflechtungen von Leib und Leben am Vorabend der Moderne. Die Tagung dient zugleich dem Ausbau eines Netzwerkes zwischen der Humboldt Universität zu Berlin und der Università degli Studi di Torino (Italien).


Projektleitung
ZUKO, 3. Säule (Details) (Präsidialbüro / 3. Säule)

Laufzeit
Projektstart: 04/2015
Projektende: 10/2017

Zuletzt aktualisiert 2020-16-09 um 18:04