Grundlagen des molkularen Dotierens organischer Halbleiter


Unsere heutige Informationsgesellschaft basiert auf der Fähigkeit, anorganische Halbleiter wie etwa Silizium kontrolliert zu dotieren und damit deren elektrische Eigenschaften gezielt an anwendungsspezifische Anforderungen anzupassen. Für viele opto-elektronische Anwendungen haben sich allerdings organische Halbleiter als bessere Alternative herauskristallisiert, insbesondere weil deren optische Bandlücke leicht durch chemische Modifikation angepasst werden kann und weil sich diese kostengünstig und großflächig auf flexible Trägermaterialien aufbringen lassen. Auch für diese Materialklasse wurden bereits Verbesserungen etwa von organischen Leuchtdioden oder Solarzellen durch Dotierung mit geeigneten molekularen Dotanden demonstriert. Allerdings stellen sich die dabei erreichbaren Dotiereffizienzen als unerwartet gering heraus, was die Tatsache unterstreicht, dass die zugrundeliegenden Prozesse weit weniger verstanden sind. Dies zeigt sich insbesondere darin, dass zwei wichtige Klassen organischer Halbleiter - kleine, konjugierte Moleküle und konjugierte Polymere - bei Dotierung grundlegend unterschiedliches Verhalten aufweisen, wofür bis heute keine zufriedenstellende Erklärung vorgeschlagen werden konnte. Im Rahmen des gegenwärtigen Projektes soll dieses zentrale Problem gelöst werden, um eine wissensbasierte Verbesserung bestehender organischer opto-elektronischer Bauteile ebenso zu ermöglichen wie die Realisierung neuartiger Funktionalität.


Projektleitung
Cocchi, Caterina (Details) (Theoretische Physik (Festkörpertheorie))

Laufzeit
Projektstart: 03/2016
Projektende: 10/2019

Zuletzt aktualisiert 2020-18-03 um 23:07