FDMentor Kooperative Erarbeitung generalisierbarer Strategien und Lösungen für das Forschungsdatenmanagement unter Einbeziehung bestehender Expertise an universitären Zentraleinrichtungen


Forschungsdatenmanagement ist erfolgreich und nachhaltig, wenn es sich als integraler Teil des Forschungsprozesses etablieren kann. Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler muss es ein natürlicher Bestandteil ihrer Forschungsabläufe sein, den Lebenszyklus ihrer Forschungsdaten bewusst zu gestalten. Institutionelle Infrastrukturen haben dabei die Aufgabe, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Gestaltung des Forschungsprozesses und des damit verbundenen Forschungsdatenmanagements bestmöglich zu unterstützen, indem sie das Ineinandergreifen ihrer Dienstleistungen nutzerorientiert organisatorisch und technisch umsetzen, und dadurch auch die nationale und internationale Anschlussfähigkeit absichern. Die in FDMentor kooperierenden Hochschulen vertreten gemeinsam diese Leitlinie und arbeiten als regionaler Verbund mit unterschiedlichen Profilen an seiner Umsetzung. FDMentor wird von universitären Zentraleinrichtungen getragen und adressiert mit seinen Ergebnissen Zentraleinrichtungen anderer Hochschulen als koordinierende Akteure der jeweiligen Stakeholder. Das Ziel des Verbundes sind Austausch, Überprüfung und kooperative Weiterentwicklung sowie das Erreichen eines gemeinsamen Kompetenzniveaus der Zentraleinrichtungen für ein differenziertes Verständnis der jeweiligen Kontexte und die künftige enge Zusammenarbeit der Kompetenzzentren der Region. Die Erarbeitung von Roadmaps, Handlungsempfehlungen und Good-Practice-Beispielen für eine ressourcenbewusste und kosteneffiziente strategische Entwicklung und Verbesserung des Forschungsdatenmanagements stehen dabei im Vordergrund. FDMentor gliedert die Anforderungen in vier Schwerpunkte: Strategieentwicklung, Policy-Entwicklung, Kompetenzausbau und Vernetzung. Für eine Strategieentwicklung zum Forschungsdatenmanagement wird die bestehende Expertise im Verbund evaluiert und übertragbare Modelle, ihre Handlungsoptionen und praktisch anwendbare Lösungen werden erarbeitet. Für die Policy-Entwicklung werden ein Policy-Kit als baustein- und stufenorientiertes Modell entworfen, das sich direkt oder angepasst nachnutzen lässt, sowie ein Leitfaden zur strategischen Umsetzung erstellt. Für den Kompetenzausbau werden Beratungskonzepte und frei nachnutzbare Schulungsmaterialien für Universitätsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter erstellt, die mit dem Thema Forschungsdatenmanagement institutionell betraut werden oder in Projekten und Arbeitsgruppen für das Thema verantwortlich sind. Die Vernetzung zielt auf die nachhaltige Zusammenarbeit der Verbundpartner und darauf, dass die Projektergebnisse als Mentorenprogramm für weitere Hochschulen zum effektiven Einstieg oder zur unkomplizierten Weiterentwicklung ihres Forschungsdatenmanagements dienen.


Projektleitung
Dreyer, Malte (Details) (Direktor(in) / Sekretariat)

Laufzeit
Projektstart: 05/2017
Projektende: 04/2019

Zuletzt aktualisiert 2021-15-01 um 17:29