ERC: Stiftungen in mittelalterlichen Gesellschaften: Interkulturelle Vergleiche (FOUNDMED)


Stiftungen sollen soziale Defizite beheben oder Kunst und Wissenschaft fördern. In diesem Sinne waren sie schon in der Vormoderne in vielen, wenn nicht allen Gesellschaften verbreitet. Das Projekt soll dazu dienen, die Eigenart der verschiedenen Stiftungskulturen im mittelalterlichen Jahrtausend (ca. 500-1500 n. Chr.) vergleichend zu erforschen und möglichen Wechselbeziehungen zwischen dem lateinischen Christentum, der griechischen Orthodoxie, den islamischen Ländern, dem Judentum und der multireligiösen Welt Indiens auf die Spur zu kommen. Zumal Stiftungen auch in der Gegenwart eine zentrale Rolle bei der Bewältigung gesellschaftlicher und politischer Aufgaben und Probleme spielen, werden von dem Vorhaben grundlegende Einsichten in die Nachhaltigkeit privater Philanthropie erwartet.


Projektleitung
Borgolte, Michael Prof. Dr. phil. (Details) (Mittelalterliche Geschichte I)

Laufzeit
Projektstart: 06/2012
Projektende: 05/2017

Publikationen
Michael Borgolte, Planen für die Ewigkeit - Stiftungen im Mittelalter, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, im Druck; Ders., Stiftung und Wissenschaft. Historische Argumente für eine Wahlverwandtschaft , in: Viator 42, Multilingual, 2011, S. 309-319; Ders., Stiftungen - eine Geschichte von Zeit und Raum, in: Die STiftung, Jahreshefte zum Stiftungswesen e, 2009, S. 9-30; Michael Borgolte (Hrsg.), Stiftungen in Christentum, Judentum und Islam vor der Moderne. Auf der Suche nach ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden in religiösen Grundlagen, praktischen Zwecken und historischen Transformationen. (Stiftungsgeschichten, Bd. 4.) Berlin 2005

Zuletzt aktualisiert 2021-26-08 um 00:06