SFB 1315/1: Neuronale Grundlagen der systemischen Gedächtniskonsolidierung (TP B01)


Der Hippocampus spielt eine zentrale Rolle bei der Speicherung und Konsolidierung von expliziten Gedächtnisinhalten. Interessanterweise verringert sich diese Abhängigkeit des deklarativen Gedächtnisses vom Hippocampus im Laufe von Wochen und Jahren, bis Erinnerungen schließlich auch unabhängig vom Hippocampus abgerufen werden können. Diese Eigenschaft hat die Theorie der systemischen Konsolidierung inspiriert, die besagt, dass der Hippocampus eine Umverteilung von Engrammen vom Hippocampus hin zum Neokortex steuert. Obwohl diese Umverteilung vermutlich charakteristische Aktivitätsmuster im Hippocampus erfordert, die während Ruhe- und/oder Schlafphasen jüngste Engramme wiederholt abrufen, sind die zugrundeliegenden Plastizitäts- und Netzwerk-Mechanismen unklar. Das Ziel dieses Projektes ist es, potentielle neuronale Mechanismen herauszuarbeiten und in Simulationen zu testen, die die biologische Grundlage von systemischer Konsolidierung darstellen könnten.


Projektleitung
Kempter, Richard Prof. Dr. (Details) (Theorie neuronaler Systeme)

Beteiligte externe Organisationen

Laufzeit
Projektstart: 07/2018
Projektende: 06/2022

Publikationen
M. Michalikova, M. Remme, D. Schmitz, S. Schreiber, R. Kempter. Spikelets in pyramidal neurons: generating mechanisms, distinguishing properties, and functional implications. Rev. Neurosci., 10.1515/revneuro-2019-0044.

T. McColgan, P.T. Kuokkanen, C.E. Carr, R. Kempter. Dynamics of synaptic extracellular field potentials in the nucleus laminaris of the barn owl. J. Neurophysiol., 121:1034-1047, 2019.

A. Holzbecher, R. Kempter. Interneuronal gap junctions increase synchrony and robustness of hippocampal ripple oscillations. Eur. J. Neurosci., 48: 3446-3465, 2018.

Zuletzt aktualisiert 2021-14-07 um 14:03